Eine Kommunalwahl wie die im Jahr 2020 wird es so schnell wohl kein zweites Mal geben. Dass fünf neue Bürgermeister im Landkreis in ihr Amt gewählt wurden, erscheint unspektakulär. Dass am Wahlabend die ausgelassenen Partys allesamt ausfielen und stattdessen überall von Sicherheitsmaßnahmen die Rede war, hingegen nicht.

Das zeigte schon auf, wohin die Reise zu den beiden folgenden Stichwahlen (Nordhalben, Weißenbrunn) führen würde. Wahlkampf? Fehlanzeige! Corona ließ grüßen.

Am Ende ging die Wahl allerdings reibungslos über die Bühne. Fünf neue Gemeinde- und Stadtoberhäupter traten in der Folge ihr Amt an.

Nach zwölf Jahren stellte sich in der Kreisstadt Wolfgang Beiergrößlein (FW) nicht mehr zur Wahl. Daraufhin gelang es Angela Hofmann (CSU) als erster Frau den Bürgermeister-Posten in Kronach zu erobern. Sie erreichte 73,38 Prozent der Stimmen.

In Teuschnitz trat Amtsinhaberin Gabi Weber (CSU) ebenfalls nicht mehr an. Obwohl sich dort gleich vier Bewerber um ihre Nachfolge bemühten, blieb eine zu erwartende Stichwahl aus. Frank Jakob (FW) holte auf Anhieb 51,18 Prozent der Stimmen.

In Mitwitz beerbte Oliver Plewa (CSU) seinen Parteikollegen Hans-Peter Laschka, der sich nach langen Jahren als Gemeindeoberhaupt von seinem Amt verabschiedet hatte. Plewa erreichte am Ende 69,18 Prozent der Stimmen.

In Pressig ist Hans Pietz (FW) nicht mehr angetreten. Seine Nachfolge übernahm Stefan Heinlein (CSU). Er erzielte 51,92 Prozent bei drei Bewerbern.

Der fünfte Neuling schaffte es in Weißenbrunn ins Amt. Jörg Neubauer (SPD) löste seinen Parteigenossen Egon Herrmann ab. In der Stichwahl erzielte Neubauer 63,52 Prozent (zuvor 49,67/drei Bewerber). mrm