Die Freien Wähler Weisendorf ziehen ohne Bürgermeisterkandidaten in den Kommunalwahlkampf. Gemeinderat Stefan Groß führt die Liste mit 20 Bewerbern und zwei Ersatzkandidaten an.

Bisher sind die Freien Wähler mit drei Sitzen im Marktgemeinderat vertreten, vier wären wünschenswert, so Groß. Der Ortsvorsitzende und Fraktionssprecher hob hervor: Die Liste zeige ein breites Spektrum mit Kandidaten aus Weisendorf und sieben Ortsteilen sowie fünf Bewerbern unter 30 Jahren und fünf Frauen.

"Unabhängig, tatkräftig und bürgernah" gab Friedrich Mümmler als Wahlkampfmotto aus. Insbesondere sollen junge Leute für die Kommunalpolitik sensibilisiert werden, schließlich gehe es um ihre Zukunft. Deshalb wolle man sich auch mit ganzer Kraft für ein lebenswertes Weisendorf einsetzen und Perspektiven schaffen: für die gesamte Bevölkerung der Gemeinde und der Ortsteile, die nach Wunsch der Listenkandidaten mehr berücksichtigt werden sollten.

Mümmler wies darauf hin, dass es bei den Freien Wählern keinen Fraktionszwang gebe. Auch habe die Fraktion bisher keine Konfrontation gesucht, sondern das direkte Gespräch mit Bürgermeister und Verwaltung. "Aktuelle Themen der Bürger sollen schnell aufgegriffen, Probleme zügig gelöst und Zukunft gestaltet werden. Der Austausch muss offen und fair sein", formulierte Listenführer Stefan Groß als Ziele der Freien Wähler Weisendorf. "Denn die wichtigsten Gestalter der Zukunft sind die Bürger", und mit der Liste habe man eine Mannschaft zusammen, "die mit beiden Beinen im Leben steht". Alle Kandidaten wurden einstimmig und in der vorgeschlagenen Reihenfolge nominiert.

Bei der vorangegangenen Jahresversammlung berichteten Stefan Groß und Friedrich Mümmler aus dem Marktgemeinderat unter anderem über laufende Projekte und Bebauungspläne; allerdings kämpfe Weisendorf wie alle Kommunen mit den gestiegenen Kosten bei Ausschreibungen.

Groß berichtete vom Bürgerbegehren zum Mastbetrieb in Kairlindach, nach seiner Meinung "wäre der Stall wohl das kleinere Übel gewesen".