Das Baugebiet „Am Hofäcker“ rückte im Gemeinderat Kleinsendelbach erneut in den Fokus. Dort soll in naher Zukunft ein Wohngebiet entstehen.

Zweiter Bürgermeister Josef Elsinger (UWK) informierte über die Grundlagenermittlung. Ein Planungsbüro hat eine Schalluntersuchung durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass für eine Realisierung erhebliche Schallschutzmaßnahmen erforderlich wären. Ob passive Maßnahmen ausreichen, muss noch mit dem Fachbereich Immissionsschutz am Landratsamt Forchheim geklärt werden, sobald feststeht, wie die Anordnung der Wohngebäude gegliedert ist.

Welche Zu- und Ausfahrt?

In einer Sitzung mit dem Staatlichen Straßenbauamt wurde die Frage besprochen, welche Zu- oder Ausfahrmöglichkeiten auf die Staatsstraße möglich sind. Hier machte das Bauamt restriktiv deutlich, was Ein- und Ausfahrten zu Staatsstraßen betrifft. Um die „Leichtigkeit des Verkehrs “ nicht zu beeinträchtigen und potenzielle Unfallschwerpunkte zu vermeiden, muss eine Planung eines Verkehrsfachplanungsbüros vorgelegt werden. Eine Einfahrt von der Staatsstraße ins Baugebiet erfordere eine Linksabbiegerspur, die nach dem Verursacherprinzip von der Gemeinde zu finanzieren wäre, erklärte Elsinger.

Er verwies auf mehrere Varianten eines Strukturkonzeptes. Die Variante 1 sieht einen Wendehammer im Baugebiet vor, das von der Rosenstraße aus erschlossen wird. Diese wurde vom Gremium ausgeschlossen, da es die Bewohner in der Rosenstraße zu sehr belaste. Variante 2 wurde verworfen, da die Erschließungsstraße in der Bauverbotszone liegt. Auch die Varianten 4 und 5 fallen weg, da die notwendige Linksabbiegerspur die Gemeinde finanziell stark belasten würde. Die Variante 3 stieß auf die größte Resonanz, indem das Baugebiet von der Rosenstraße kommend hin zur Staatsstraße erschlossen wird. Dabei soll die Erschließungsstraße möglichst mittig zwischen den Grundstücken liegen und erst kurz vor der bestehenden Bebauung an der Erlanger Straße zur Staatsstraße geführt werden. Dem stimmten die Räte einstimmig zu.

Baugebiet in Schellenberg

Außerdem ging es um die Erschließungskosten für das Baugebiet „Bergäcker“ in Schellenberg. Bürgermeisterin Gertrud Werner (UWK) berichtete, dass die Verwaltung mit der Rechtsaufsicht Möglichkeiten zur Verteilung der Erschließungskosten abgeklärt habe. Eine Möglichkeit wäre eine private Kostenübernahme oder eine Ablöse des Erschließungsbeitrags.

Eine weitere Möglichkeit stellt die Ausweisung von öffentlichen Grünflächen zwischen der zu errichtenden Erschließungsstraße und den bebauten Grundstücken dar. Sie muss dazu im Bebauungsplan als öffentliche Grünfläche festgesetzt werden, die nicht überfahren und betreten werden darf.

Dadurch entfällt die rechtliche Zufahrtsmöglichkeit zu den bebauten Grundstücken. Das Gremium beschloss mehrheitlich, öffentliche Grünstreifen festzusetzen, um zu vermeiden, dass Eigentümer der bestehenden Bebauung für die Kosten herangezogen werden. Seit geraumer Zeit äußert die Feuerwehr Kleinsendelbach den Wunsch nach Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens (MTW). Begründet wird die Anschaffung, dass bei Einsätzen maximal neun Personen mit dem Löschgruppenfahrzeug zum Einsatzort gebracht werden können. Bei Alarmierungen waren jedoch durchschnittlich 14 Personen im Einsatz und das Nachfahren im Privatauto sei versicherungstechnisch problematisch, erklärte Werner.

Der MTW ist mit Plätzen für acht Feuerwehrleute ausgestattet und ermöglicht damit die Fahrt mit normalem Führerschein.

Bis Ende Dezember wird die Anschaffung eines MTW mit 13 100 Euro gefördert. Die Räte befürworteten grundsätzlich die Anschaffung. Bei Vorlage entsprechender Angebote werden diese dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt.