Die Sanierung der Mittelschule Kirchehrenbach wird gut eine Million Euro teurer als geplant. Allein im Bereich der Elektroinstallation gab es bereits Kostensteigerungen von rund 750 000 Euro.

Der Architekt Udo Freitag vom Bamberger Ingenieurbüro Eis schätzte während der Gemeinderatssitzung, dass man wohl nicht unter einer Million Euro an Mehrkosten auskommen werde, zumal noch zwei weitere Bauabschnitte ausstehen.

Noch voll im Zeitplan

Wegen Corona oder Baustoffmangel sei es aber bisher noch zu keiner Bauverzögerung gekommen. Bis zum Anfang des neuen Schuljahres im September liege man noch voll im Zeitplan, was laut Freitag auch daran liege, dass man die benötigten Baustoffe rechtzeitig bestellt hatte. Alleine die Dämmstoffpreise seien inzwischen um 28 Prozent angestiegen, informierte der Planer. Bei den berechneten Gesamtkosten von über fünf Millionen Euro habe man aber noch Glück gehabt.

Das begrünte Dach muss herunter

Der Asphaltestrich in der Lehrküche und den Toiletten ist inzwischen durch Zementestrich ersetzt worden. Ein weiterer verdeckter Baumangel war in der Decke der Aula mit einem Deckendurchgang von bis zu 70 Zentimetern während der Bauarbeiten entdeckt worden. Dies hat nun zur Folge, dass die alten Stahlträger ersetzt werden müssen und das begrünte Dach herunter muss, um die Belastung der Dachkonstruktion zu reduzieren.

Aus der nichtöffentlichen Sitzung gab Bürgermeisterin Anja Gebhardt ( SPD ) bekannt, dass zum Angebotspreis von 4860 Euro von der Nürnberger Spezialfirma Baumalpin Baumpflege durchgeführt wird.

Baugebiet „St. Laurentius“

Weiterhin wurde das Bamberger Ingenieurbüro Höhnen und Partner für 23 300 Euro mit der Entwurfsplanung für das Baugebiet „St. Laurentius“ beauftragt. Die UV-Anlage für den Hochbehälter der Eigenwasserversorgung schlägt mit 50 500 Euro zu Buche. Sie ist nötig, damit Keime im Trinkwasser eliminiert werden.

Teurer Strom an der E-Ladesäule

Verwunderung herrschte im Rat darüber, wieso der Strom der kürzlich von den Stadtwerken Forchheim aufgestellten E-Ladesäule in der Hauptstraße 20 Cent teurer ist als an anderen Stromtankstellen des Landkreises.