Dank der Ende Juni überreichten Spende der VR-Bank Bamberg-Forchheim in Höhe von 10 000 Euro ist die Umsetzung des vom Flussparadies Franken geplanten Kunstradweges am Main-Donau-Kanal in greifbare Nähe gerückt. Geplant ist, dass die ersten drei Skulpturen der Künstlerinnen Emanuela Camacci, Petra Lange und Cissy van der Wel zum Start der Internationalen Woche des Landkreises Bamberg am 17. September aufgestellt werden. Und zwar direkt an der Kanalroute des Regnitz-Radwegs in der Nähe der Ortschaften Hirschaid, Altendorf und Neuses an der Regnitz. Bis 2025 soll dann jedes Jahr mindestens ein weiterer Standort dazukommen. Dafür werden ab sofort weitere Unterstützer gesucht. Jeder Spendenbeitrag ist willkommen.

Kunstschaffende sollen fair entlohnt werden

Als im Herbst 2017 im Rahmen der ersten internationalen Woche des Landkreises Bamberg acht Künstler vor Ort ihre Entwürfe für die Kunstbegegnungen am Kanal entwickelt hatten, war klar, dass man für die Finanzierung einen langen Atem braucht. Denn die Kunstschaffenden sollen fair für ihre Arbeit entlohnt werden. So beläuft sich die Gesamtkalkulation für acht große Kunstwerke im Regnitztal mit allen Nebenkosten für Honorare, Material, Transport, Fundamente, Künstlersozialkasse und Öffentlichkeitsarbeit auf 465 000 Euro.

Mit der Oberfrankenstiftung , der Stiftung der Sparkasse Bamberg und der Zukunftsstiftung der Sparkasse Forchheim haben seit dem Jahr 2019 wichtige Förderer ihre Unterstützung zugesagt. Auch alle sechs beteiligten Kommunen haben ihren Finanzierungsanteil beschlossen, wobei der Landkreis Bamberg den Löwenanteil trägt.

Mit der nun erfolgten Spende durch die VR-Bank Bamberg-Forchheim ist der Start der Umsetzung im Herbst 2021 in greifbare Nähe gerückt. Vorstandsvorsitzender Gregor Scheller sagt: „Kunst im öffentlichen Raum am Radweg von Bamberg bis Forchheim, für alle offen und frei zugänglich, unterstützen wir gerne – das passt hervorragend zu unserer VR-Bank Bamberg-Forchheim.“

Landrat Johann Kalb bedankte sich für die großzügige Unterstützung und appellierte: „Das wird eine großartige Sache, und ich bin zuversichtlich, dass wir noch mehr Menschen und auch Unternehmen in der Region dafür gewinnen werden, das Projekt mit einem kleinen oder besser einem größeren Beitrag zu unterstützen.“

Das künstlerische Thema „Verbinden // trennen“, das 2017 festgelegt worden war, passt fast zu gut in diese Zeit. Grundlage ist die Tatsache, dass der Main-Donau-Kanal zwar Nordsee und Schwarzes Meer verbindet, aber eben auch alles voneinander trennt, was auf der jeweils anderen Seite lebt. Mit der Corona-Pandemie hat das Verbindende und Trennende in der Gesellschaft eine damals ungeahnte Bedeutung bekommen.

Ziel: das Verbindende in der Region stärken

So hofft Anne Schmitt vom Flussparadies Franken, die das Projekt mit der Bamberger Bildhauerin Rosa Brunner entwickelt hat, dass die Umsetzung der Kunstbegegnungen am Kanal in den nächsten Jahren das Verbindende in der Region stärkt. Ganz konkret verbindet das Projekt „Kunstbegegnungen am Kanal verbinden//trennen“ die Landkreise Bamberg und Forchheim. Darum wurde für die Übergabe des Spendenschecks über 10 000 Euro als symbolischer Ort die Landkreisgrenze gewählt, die zwischen der Gemeinde Altendorf und dem Markt Eggolsheim verläuft. red