Ein plötzlicher Herzstillstand ist die Ursache für jeden zweiten Herztod . Wie die Europameisterschaft im Fußball gezeigt hat, kann es auch junge Leute treffen. Automatisierte externe Defibrillatoren zur Laienreanimation (AED) können einen einzelnen Retter gut dabei unterstützen, bis professionelle Rettung eintrifft. Neue Defibrillatoren können im Landkreis Forchheim nun in Hardt, Hetzelsdorf, Wichsenstein und Wohlmannsgesees Menschenleben retten.

Die Förderung des Freistaates Bayern für die Anschaffung eines AED werde im Landkreis hoch geschätzt, heißt es aus dem Landratsamt. Landrat Hermann Ulm ( CSU ) begrüßt das Interesse: „Ich freue mich, dass so viele Gemeinden und Vereine die Förderausschreibung zum Anlass genommen haben, markante Standorte zu suchen.“

Die „Gesundheitsregion plus“, ein vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördertes Projekt mit einer Laufzeit von fünf Jahren, hat mit Experten aus der Notfallversorgung den lokalen Bedarf an Defibrillatoren identifiziert und eine Gesamtplanung aufgestellt. Die Experten empfehlen, dass für jeden AED vor Ort ein „Pate“ samt Stellvertreter benannt wird, der sich um die Wartung für eine dauerhafte Betriebsbereitschaft kümmert. Alle Standorte sind gut sichtbare Plätze, die 24 Stunden am Tag öffentlich zugänglich sind.

Jede Minute zählt, um möglichst ohne bleibenden Schaden wieder aufzuwachen. Daher ist angeraten, dass sich jede Bürgerin und jeder Bürger regelmäßig in der Herzdruckmassage schulen lässt. Die Rettungsdienste im Landkreis – Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) bieten dies regelmäßig – auch für Schulklassen – an. Die „Gesundheitsregion plus“ erteilt weitere Auskünfte unter Telefon 09191/86-3510. red