Fünftklässler bringen Mozart-Oper auf die Bühne

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Die Mittelschüler der Adalbert-Stifter-Schule Forchheim führen eine Mozart-Oper auf.
Die Mittelschüler der Adalbert-Stifter-Schule Forchheim führen eine Mozart-Oper auf.
Fleischmann/Adalbert-Stifter-Schule

Ein Hauch von großem Opernhaus wehte in den vergangenen Monaten durch die Adalbert-Stifter-Schule Forchheim , und dies fand nun seinen Höhepunkt. Mozarts Oper „Die Entführung aus dem Serail“ auf die Bühne einer Mittelschule zu bringen, erscheint zunächst wie eine große Herausforderung.

Doch mit viel Engagement, musikalischer Unterstützung und schauspielerischem Talent gelang der Adalbert-Stifter-Mittelschule eine beeindruckende Aufführung des rund 240 Jahre alten Werks. Im Mittelpunkt der Handlung steht der spanische Adelige Belmonte, der seine Geliebte Konstanze sowie die Diener Pedrillo und Blonde nach einem Piratenüberfall sucht. Die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen überzeugten mit Spielfreude, Witz und großer Bühnenpräsenz. H. Fleischmann, der Musiklehrer der Schule, der gleichzeitig Initiator und Organisator des gigantischen Projekts war, holte sogar eine professionelle Schauspieltrainerin mit ins Boot.

Für die musikalische Gestaltung sorgte der Schulchor der Mittelschule. Als Janitscharenchor setzte er eindrucksvolle Akzente und verlieh den Szenen um den mächtigen Bassa Selim die passende Klangkulisse.

Die zentralen Arien, Duette und Ensembles wurden von professionellen Sängerinnen und Sängern sowie einem Streichensemble dargeboten. Möglich wurde dies durch die Zusammenarbeit mit der „Internationalen Stiftung zur Förderung von Kultur und Zivilisation“ aus München, die die Schule seit Jahren bei Projekten der kulturellen Bildung unterstützt.

Besondere Auftritte hatten auch die Klavierschülerinnen Veranika Etzl und Sümeyra Motor, die als „Pianisten aus dem fernen Forchheim “ in die Handlung integriert wurden. Für einen abwechslungsreichen Kontrast sorgte zudem die Schulband „Die ASTis“. Mit Rock- und Popstücken lockerte sie das klassische Programm auf und sorgte für zusätzliche Begeisterung im Publikum.

Doch nicht nur die Mitwirkenden auf der Bühne waren beteiligt: Die gesamte Schule trug zum Gelingen des Projekts bei. Die Gruppen des neuen Fachs Ästhetische Bildung gestalteten fernöstliche Kacheln und unterstützten damit die Gestaltung des Bühnenbilds. Die Werklehrer bauten die Kulissen und fertigten sogar ein Boot für die Aufführung an. Am Ende wurden alle Mitwirkenden mit lang anhaltendem Applaus belohnt. Für die Kinder und Jugendlichen war das Projekt nicht nur ein musikalisches Erlebnis, sondern auch eine wertvolle Erfahrung, die Selbstvertrauen stärkte und den Zugang zur klassischen Musik auf besondere Weise eröffnete. red