Seit 65 Jahren gehen Anna und Alfred Simon gemeinsam durchs Leben. Jetzt feierte das Forchheimer Ehepaar das seltene Fest der „eisernen Hochzeit“. Seinen Ehrentag beging das Paar zu Hause in der Kaiserin-Kunigunda-Straße.

Alle waren sie da: Tochter Manuela, Sohn Uwe, sechs Enkel und zwei Urenkel. Auch für Vizelandrätin Rosi Kraus ein Anlass, bei dem eisernen Paar vorbeizuschauen.

65 Jahre zurück: Die beiden waren noch sehr jung, als sie sich 1957 das Jawort gaben. Anna noch keine 18 Jahre und Alfred 19 Jahre alt. Da man damals erst mit 21 Jahren als volljährig galt, brauchte das junge Brautpaar noch die Erlaubnis seiner Eltern. Die kam bei Alfred von seiner Mutter aus Berlin mit dem Zusatz: „Groß genug bist du ja“, lacht Alfred Simon und erzählt, wie er seine Anna kennengelernt hat.

„Das war reiner Zufall, dass wir uns im Jugendheim der evangelischen Kirche in Forchheim begegnet sind und wir bald wussten, dass es passt.“ So begann eine Liebe, die seit sechseinhalb Jahrzehnten bis heute hält. Anna Simon ist eine einheimische Forchheimerin. Alfred Simon erblickte das Licht der Welt in Berlin, wohin seine aus Forchheim stammenden Eltern berufsbedingt gezogen waren. Noch vor dem Mauerbau zog er nach Forchheim zu seinem Onkel.

Familie steht an erster Stelle

Während der Jubilar bis zu seinem Ruhestand 16 Jahre lang bei der Firma Waasner tätig war, sorgte sich Ehefrau Anna um das Wohlergehen der Familie, die bei dem Jubelpaar bis heute an erster Stelle steht. Die Simons hatten eine Tochter und zwei Söhne. 1984 zogen sie nach Effeltrich zu Sohn Wolfgang, der dort ein Haus gebaut hatte.

Ein schwerer Schicksalsschlag war für sie vor über zehn Jahren der Tod ihres Sohnes Wolfgang, der das Paar viel Kraft kostete. Heute genießen die beiden Senioren, die wieder nach Forchheim zurückgezogen sind, ihre Zeit mit Spaziergängen, Kartenspielen und vielen Erinnerungen an früher. Als Alfred Simon in jungen Jahren ein ausgezeichneter Ringer sowie Sportler beim AC Bavaria Forchheim war, als sie mit ihrem Wohnmobil in die südlichen Länder reisten oder als Alfred als Hobbygriller auf der Erlanger Bergkirchweih am Rost stand.

Was dem Jubelpaar, nun 83 und 84 Jahre alt, aber stets wichtig war: „Zusammenhalten, sich akzeptieren und dass es immer wieder passt.“