Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Birnbaum erhielt Matthias Kotschenreuther das staatliche Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst und Einsatzbereitschaft bei Tag und Nacht.

Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder und Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger freuten sich darüber, diese Auszeichnung an einen Mann zu verleihen, der weit über seinen Dienst hinaus für seine Feuerwehr da ist. Matthias Kotschenreuther hat die Ausbildung zum Maschinisten durchlaufen und war von 1998 bis 2016 hauptverantwortlicher Gerätewart. 2005 absolvierte er die Ausbildung zum Atemschutz-Geräteträger und besitzt das Leistungsabzeichen in Gold-Rot.

Guter Geist im Feuerwehrhaus

Neben dem aktiven Dienst ist er auch als Hausmeister der gute Geist des Feuerwehrhauses und seit 1998 als Fahnenbegleiter tätig. Seit 2002 ist er bei allen Festen der Wehr für die Speisen zuständig. Für seine Feuerwehr Birnbaum ist er ein Kamerad, der mit Leib und Seele für sie einsteht.

Auch Ehrungen für passive Mitglieder wurden durchgeführt: Geehrt wurden für 70 Jahre Bernhard Kotschenreuther, für 50 Jahre Heinrich Kotschenreuther, Manfred Gareis und Bernhard Reißig sowie für 40 Jahre Angelo Kotschenreuther.

Die bisherige Schriftführerin Jasmin Kotschenreuther kann ihr Amt aus beruflichen Gründen nicht weiter fortführen. Deshalb wurde eine Neuwahl für die restlichen drei Jahre der Wahlperiode notwendig. Einstimmig zur neuen Schriftführerin gewählt wurde Steffi Gremer.

Als neue aktive Mitglieder wurden Katja Zwosta und Jasmin Pöhlmann in die Feuerwehr aufgenommen.

Die Freiwillige Feuerwehr Birnbaum zählt zurzeit 167 Mitglieder. Davon leisten 36 Männer, neun Frauen und sechs Jugendliche aktiven Dienst. Die Atemschutzgruppe besteht derzeit aus 14 Atemschutzgeräteträgern.

Vorsitzender Wolfgang Welscher hob rückblickend besonders das "Wildsau-Spündessen" hervor, zu dem Günter Müller die Wildsau spendierte. Fackelwanderung, Florianstag des Landkreises in Neufang und der Großgemeinde in Steinwiesen und Teilnahme an Festen anderer Feuerwehren, Lindenfest, Weihnachtsfeier und die Dorfweihnacht standen außerdem auf dem Programm. Den großen Zapfenstreich beim Genussfest in Steinwiesen begleitete man mit Fackeln.

Kommandant Alexander Müller berichtete neben den Übungen von neun Einsätzen, darunter ein Brandeinsatz, zwei Sicherheitswachen und sechs sonstigen Einsätzen. Die Großübung der Wehren der Großgemeinde Steinwiesen fand diesmal in Birnbaum statt. Ebenso mit Bravour konnte die Besichtigung der Wehr durch die Kreisbrandinspektion mit einer Übung und feuerwehrtechnischem Wissen gemeistert werden. Der Dank des Kommandanten galt auch den Landwirten, die in diesem heißen Sommer die Pumpfässer gefüllt und bereitgestellt hatten.

Wie Jugendfeuerwehrleiter Michael Welscher berichtete, war man auf Kreisebene sehr erfolgreich. Herausragend war die Einsatzübung in Wallenfels zusammen mit zehn weiteren Jugendfeuerwehren, die zur Abnahme der "Jugendflamme" Stufe 3 gehörte. Aktuell besteht die Jugendfeuerwehr aus sechs Jugendlichen, da zum 1. Januar drei Jugendliche in die aktive Wehr entlassen werden konnten.

Geplant ist 2019 wieder ein Wildschwein-Essen und eine Nachtwanderung, das Lindenfest findet am 18. Mai, der Florianstag der Großgemeinde Steinwiesen am 19. Mai in Birnbaum statt. Außerdem stehen für 2019 die Leistungsprüfungen an.

Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger freute sich, dass der Generationenwechsel der Kommandanten so gut gelaufen ist, ebenso die Integration der Frauen in die Wehr. Er gab bekannt, dass die neue Atemschutzübungsanlage ab 12. März ihren Betrieb als Ausbildungszentrum aufnehmen soll. sd