Weidach — Nein, ein Zuckerschlecken ist der freiwillige Dienst bei der Feuerwehr nicht. Dasweiß auch Kommandant Jürgen Schlücke: "Mir ist durchaus bewusst, dass die Feuerwehrdienste und die Teilnahme an Lehrgängen nicht immer in Einklang mit privaten Interessen und Verpflichtungen zu realisieren sind." Es bedürfe manchmal eines Spagates zwischen der Familie oder den Lebensgefährten, sagte Schlücke anlässlich der Hauptversammlung der Feuerwehr im "Züchterheim".
Immerhin ist die Feuerwehr 2014 zu 16 Einsätzen gerufen worden, davon zwölf wegen technischer Hilfeleistungen. So wurden dabei 564 Stunden geleistet. Hinzu kommen noch 406 Stunden für anderweitige Tätigkeiten wie Schulungen und Übungen. Auch die acht Atemschutzgeräteträger waren gefordert: Sie hatten neben zehn Übungen und Schulungen auch zwei Einsätze.

Neues Löschfahrzeug geweiht

Die fünf Jugendlichen unter der Leitung von Petra Kurnoth ließen es sich nicht nehmen, sich ständig feuerwehrtechnisch weiterzubilden. In diesem Bereich wurden 157 Stunden aufgewendet. Dazu Schlücke: "Wir sind auf einem guten Weg." Die Weihe des neuen Löschfahrzeuges mit 150 Gästen bezeichnete der Kommandant als "angenehmen Höhepunkt" des Jahres. Eine Fahrzeugschau und die Vorführung einer Fettexplosion war Inhalt der Brandschutzwoche.
Die Wehr besteht aus 29 Aktiven und vier Anwärtern. Der stellvertretende Vorsitzende des Feuerwehrvereines, Jens Wolf, verwies auf die beiden geselligen Höhepunkte, das Maibaumfest und den Glühweinanstich.
Einen Fingerzeig in Richtung Gemeinde Weitramsdorf gab es bei der Versammlung auch: Die Bausubstanz des Gerätehauses, auch in Bezug auf Arbeitsstättenrichtlinien und Energieeinsparung, bedürfe einer Erneuerung. Bürgermeister Wolfgang Bauersachs (BfB) signalisierte in Sachen Sanierung Entgegenkommen: "Ich bin begeistert, was die Feuerwehr auf die Beine stellt." KBI Wolfgang Bayer ergänzte: "Auf die Weidacher Wehr ist Verlass." dav