In der Fernbusbranche stößt die Ankündigung der Deutschen Bahn auf Unmut, jungen Kunden eine Million ermäßigte Fahrscheine anzubieten. "Solche Preise sind Wettbewerbsverzerrung", sagte Christian Höber, Gründer und Chef des Kölner Fernbus-Anbieters Pinkbus. "Sobald die Bahn nicht nur schneller, sondern auch günstiger ist, haben Anbieter wie wir kaum eine Chance mehr."

Reisende im Alter von bis zu 26 Jahren können mit dem neuen Bahn-Angebot Tickets ab 12,90 Euro für ICE-Fahrten in der zweiten Klasse erwerben, wie das Unternehmen am Sonntag bekannt gab.

Der jeweilige Preis hänge von Strecke, Zeitpunkt und Auslastung der Züge ab. Reisen seien dann bis Ende April 2021 möglich. Über die ermäßigten Preise hatte zuerst die "Bild"-Zeitung berichtet, der zufolge die Konkurrenz durch Fernbusse hinter dem vergünstigten Angebot steht.

Demnach nutzen gerade junge Leute diese Busse wegen günstiger Preise derzeit häufiger.

Pinkbus betreibt eine Direktverbindung zwischen Berlin und München. Firmenchef Höber vermutet, dass die ermäßigten Ticketpreise nicht die tatsächlichen Kosten der Bahn decken dürften, also letztlich Verluste bringen. dpa