Die Faschingsvereinigung Meeder hat als erster Verein ihre Sitzungen für die kommende Saison wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Damit aber die Kinder und Jugendlichen "bei der Stange" bleiben, soll das Training für Tänze und Sketche beginnen. Darauf wies Präsident Andreas Lutz anlässlich der Hauptversammlung hin.

Die Entscheidung, die Sitzungen für das kommende Jahr abzusagen, sei richtig gewesen, da sich auch die Faschingshochburgen in Deutschland dazu entschlossen hätten, sagte Lutz. Um aber ein Training mit den Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, sei in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Meeder ein Hygienekonzept entwickelt worden. Als Hygienebeauftragter fungiere der stellvertretende Präsident Alexander Pabst. Ob und wann wieder Faschingssitzungen in Meeder abgehalten werden, könne keiner voraussagen. "Ich werde meinen Humor behalten, und davon bringt mich keiner ab, ob Mensch oder Pandemie", schloss Andreas Lutz seinen Bericht, wobei er seinen Vorstandskollegen für die konstruktive Mitarbeit dankte.

Alexander Pabst sagte, Kinder und Jugendliche lägen der Faschingsvereinigung besonders am Herzen, deshalb werde mit dem Training wieder begonnen. Er ging ausführlich auf den Mund-Nasen-Schutz und die Hygienevorschriften ein, die eingehalten werden müssten, sobald mit dem Training in den Räumlichkeiten der Volksschule begonnen werde.

Im Rückblick nahm sich die Faschingssession 2019/20, die noch richtig gefeiert werden konnte, besonders schön aus. Bei der Hauptversammlung wurde an die Höhepunkte erinnert. Los ging es mit dem Rathaussturm. Lutz bedankte sich bei Alexander Pabst und beim Sitzungspräsidenten Heiko Meyer dafür, dass sie den Rathaussturm in lustiger und unterhaltsamer Weise übernommen hatten. Die drei Sitzungen und die Kinder- und Jugendsitzung seien besser besucht gewesen als in den Vorjahren und als ein toller Erfolg bewertet worden. Lutz: "Die Kinder standen mit Spaß und Freude auf der Bühne." Die Jugendarbeit nannte Andreas Lutz wichtig. Sie müsse gepflegt werden, denn sie sei die Zukunft der Faschingsvereinigung. Präsident Lutz dankte allen, die zu dem Erfolg der vergangenen Saison beigetragen haben. Die Besucher seien begeistert von dem abwechslungsreichen und kurzweiligen Programm gewesen.

Kein Fernsehbericht

Lutz berichtete weiter, dass die Faschingsvereinigung an Tagungen des Bezirkes sowie an einer Sitzung in Bad Rodach auf dem Georgenberg teilgenommen habe. Bei letzterer ging es um eine gemeinsame Faschingsveranstaltung aller Faschingsvereine aus dem Landkreis Coburg mit dem Bayerischen Rundfunk, um eine Fernsehsendung aufzunehmen und auszustrahlen. Lutz: "Viele Fragen blieben offen, so dass man sich letztendlich gegen einen solchen Auftritt entschied."

Im Namen der Gemeinde nahm stellvertretender Bürgermeister Mathias Korn an der Versammlung teil. Auch er lobte die gelungenen Sitzungen. Er hätte im kommenden Jahr gerne wieder mitgewirkt, sagte er mit Blick auf die Absagen. So hoffe er eben auf das Jahr 2022. Denn: "Die Faschingssitzungen sind ein Highlight in Meeder, die einen festen Bestand im Jahresgeschehen der Gemeinde haben", sagte Korn.

Mit großem Interesse wurde der Kassenbericht von Hedda Lorenz bedacht. Die größeren Ausgaben waren unter anderem die Anschaffung neuer Kostüme, die Gema-Gebühren, die Kapelle und Faschingsumzüge. Trotzdem berichtete sie "von einem schönen Plus", so dass ein Polster für die kommenden Jahre vorhanden sei.

Zum Schluss der Versammlung teilte Andreas Lutz mit, dass im nächsten Jahr Neuwahlen stattfinden werden. Er werde sich aber nicht mehr zur Wiederwahl stellen. kagü