Die Kulmbacher Fachschule für Lebensmitteltechnik hat 48 erfolgreiche Absolventen in das Berufsleben entlassen. Zwei Jahre lang haben die jetzigen Fleisch- und Verarbeitungstechniker in Kulmbach gelernt und so ihre Qualifikation deutlich verbessert. Im Bereich Fleischtechnik haben alle Absolventen bereits einen Job gefunden. Bei den Verarbeitungstechnikern sind 19 von 25 bereits in Lohn und Brot.
Für die anderen wird es sicher auch bald noch eine Aufgabe geben, denn die Absolventen scheinen bundesweit begehrt zu sein. So zumindest klingt es in mehreren Ansprachen von Vertretern verschiedener Unternehmen, wie der Wurstwarenhersteller Wolf, die Supermarktkette Kaufland oder auch das Unternehmen PEMA aus der Fränkischen Schweiz. Sie haben nicht nur in der Schule um die Gunst der Nachwuchsfachkräfte geworben, sondern auch ihre Firmen für mehrere Projekte zur Verfügung gestellt.
Die Schüler haben in Teams von zwei bis drei Personen bestimmte Themen erforscht oder vorangetrieben. Zum Beispiel Martin Hummel, Christian Wittig und Manuel Dietz. Die drei haben in ihrer Projektarbeit "Einwirkung kontrollierter Elektrostimulierung auf die Zähigkeit von Kalbfleisch" untersucht, inwieweit das Kalbfleisch weicher wird, wenn es - selbstverständlich nach dem Schlachten - mit Elektroschocks bearbeitet wird.


Nachfolger forschen weiter

Ein Jahr lang haben die drei viel Zeit in das Projekt investiert und gemeinsam mit dem Max Rubner Institut und mit Unterstützung der holländischen Firma EKRU geforscht. "Es war unendlich spannend und wir sind noch lange nicht am Ende", so Martin Hummel. Im nächsten Jahr wird das Projekt von anderen Studenten fortgesetzt.
Für die Firmen bringen die Projektarbeiten und auch die Studenten als Facharbeiter in spe so viel Mehrwert, dass sie die Projektarbeiten besonders auszeichnen und eine der Arbeiten, nämlich die oben genannte zur Zähigkeit von Kalbfleisch, mit einem besonderen Preis - dem Günter-Fries-Preis - ausgezeichnet haben.
Mehrere weitere Absolventen sind bei der Verabschiedung geehrt worden: Jörg Spiekermann, Martin Hummel und Moritz Kori sind die drei besten Absolventen im Bereich Fleischtechnik. Die besten Verarbeitungstechniker sind Josef Reinelt, Tobias Reiter und Eva-Maria Hlafka. Die zehn besten Absolventen erhielten den bayerischen Staatspreis.


Direktor beendet seinen Dienst

Neben den Schülern des diesjährigen Lehrgangsjahres wird auch Direktor Hans W. Hofmann den Hut nehmen. Er geht in den Ruhestand, wird der Schule aber auch weiterhin unterstützend zur Seite stehen. Fredi Schwägele vom Max Rubner Institut, der auch Vorsitzender der Freunde der Fachschule für Fleischtechnik ist, lobte Hofmanns großes Engagement und betonte, Hofmann könne stolz auf den ausgezeichneten Ruf der Schule sein. Schüler, Lehrer und Firmen feierten nach dem offiziellen Teil bei einem Abendessen weiter. kms