"Der letzte Kaiser der Mode" ist tot: Fashion-Welt in Trauer

2 Min

Die Modewelt trauert um Valentino Garavani. Der 93-Jährige prägte Generationen mit seinem unvergleichlichen Stil und seinem ikonischen Valentino-Rot.

Am Montag, 19. Januar 2026, ist mit Valentino Garavani einer der einflussreichsten Modeschöpfer der Welt, im Alter von 93 Jahren in seiner Residenz in Rom friedlich verstorben. Laut seiner Stiftung war er dabei von seinen engsten Angehörigen umgeben.

Die Nachricht seines Todes löste weltweit große Trauer aus, insbesondere in der Modewelt, in der Valentino als Symbol für italienischen Stil und Haute Couture verehrt wurde.

Modewelt trauert: Valentino Garavani stirbt im Alter von 93 Jahren

Seine Aufbahrung findet am Mittwoch, 21. Januar 2026, und Donnerstag, 22. Januar 2026, nahe der Spanischen Treppe in Rom statt. Die Trauerfeier ist für Freitag, 23. Januar 2026, um 11.00 Uhr in der Basilika Santa Maria degli Angeli e dei Martiri geplant, wie Vogue Deutschland berichtet.

Valentino Garavani, geboren am 11. Mai 1932 in Voghera, Italien, zeigte schon früh Interesse an Mode. Mit 17 Jahren erhielt er ein Stipendium der Haute Couture Gewerkschaft in Paris und ließ sich dort ausbilden. Später arbeitete er für große Designer wie Jean Dessès und Guy Laroche.

Im Jahr 1960 gründete er gemeinsam mit seinem langjährigen Lebens- und Geschäftspartner Giancarlo Giammetti das Modehaus Valentino. Die beiden prägten über Jahrzehnte die internationale Modeszene und machten das Label zu einem Synonym für Eleganz und Luxus, so die Tagesschau.

Valentino-Rot: Ein Symbol für Schönheit und Stärke

Ein einzigartiges Markenzeichen des Designers war die Farbe Rot, die seit seiner ersten Kollektion im Jahr 1959 immer wieder in seinen Entwürfen auftauchte. Das berühmte "Valentino-Rot", ein kräftiger, scharlachroter Farbton, steht für Kraft und Leidenschaft. Valentino selbst sah die Farbe als Ausdruck von Eleganz und Stärke. Seine Kreationen in diesem Farbton gehören zu den berühmtesten Roben der Modegeschichte und wurden unter anderem von Weltstars wie Audrey Hepburn, Elizabeth Taylor und Julia Roberts getragen.

Die italienische Designerin Donatella Versace würdigte Valentino bei Instagram als einen "wahren Maestro", der für immer unvergessen bleiben werde. "Heute haben wir einen wahren Maestro verloren, der für seine Kunst für immer in Erinnerung bleiben wird. Meine Gedanken sind bei Giancarlo, der ihm all die Jahre zur Seite stand", schrieb sie. "Er wird niemals vergessen werden."

Auch der Creative Director des Modehauses Valentino, Alessandro Michele, bezeichnete ihn als eine "zentrale Figur der italienischen Kulturgeschichte" und lobte seinen unermüdlichen Beitrag zur Welt der Mode. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ehrte Valentino als "ewiges Symbol der italienischen Haute Couture" und betonte, dass sein Vermächtnis auch zukünftige Generationen inspirieren werde, wie die Bild schreibt.

Abschied von Valentino – Der letzte Kaiser der Mode

Valentino galt als "der letzte Kaiser der Mode", ein Titel, der ihn zu einer der wichtigsten Persönlichkeiten der Modewelt machte. Seine Karriere erstreckte sich über mehrere Jahrzehnte und war geprägt von innovativen Designs, die gleichzeitig zeitlos und modern waren. Seine Kollektionen zeichneten sich durch einfache Schnitte, luxuriöse Materialien wie Spitze, Pailletten und Edelsteine aus, die zu unvergleichlichen Kunstwerken verschmelzen. 

Im Jahr 2007 zog sich Valentino aus dem aktiven Modegeschäft zurück, nachdem er das Modehaus verkauft hatte. Dennoch blieb er als Berater und gelegentlicher Designer aktiv. Seine letzte Kollektion präsentierte er im Jahr 2008 in Paris. Danach lebte er zurückgezogen und widmete sich anderen Leidenschaften wie Theater und Ballett. 

Sein Leben und Werk wurden im Dokumentarfilm "Valentino: The Last Emperor" aus dem Jahr 2008 gewürdigt. Der Film dokumentierte seine beeindruckende Karriere sowie die Beziehung zu Giancarlo Giammetti, seinem langjährigen Weggefährten. Laut Spiegel zeigt der Film Valentino als sorgfältigen Perfektionisten, der die Schönheit und Eleganz in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellte. sl/mit dpa

Vorschaubild: © Remy de la Mauviniere/AP/dpa