Neue Spur im Cold Case der getöteten Marion Baier (12) aus dem Kreis Fürth
Eine Collage des Polizeipräsidiums Mittelfrankens zum Fall der 1973 im Kreis Fürth getöteten Marion Baier. Die Ermittler verfolgen eine neue Spur ...
Polizeipräsidium Mittelfranken
Neue Spur im Cold Case der getöteten Marion Baier (12) aus dem Kreis Fürth
Ein koloriertes Bild von Marion Baier (12) und dem Fundort der Leiche. Im Fall der 1973 im Kreis Fürth getöteten Marion Baier verfolgen Ermittler eine neue Spur ...
Neue Spur im Cold Case der getöteten Marion Baier (12) aus dem Kreis Fürth
Ein Bild vom Fundort der Leiche von Marion Baier (12). Im Fall der 1973 im Kreis Fürth getöteten Marion Baier verfolgen Ermittler eine neue Spur ...
--/Polizeipräsidium Mittelfranken
Neue Spur im Cold Case der getöteten Marion Baier (12) aus dem Kreis Fürth
Die Medaille, die am Fundort der Leiche von Marion Baier (12) gefunden wurde. Im Fall der 1973 im Kreis Fürth getöteten Marion Baier verfolgen Ermittler eine neue Spur ...
Neue Spur im Cold Case der getöteten Marion Baier (12) aus dem Kreis Fürth
Ein koloriertes Bild von Marion Baier (12) und ein Foto des am Tatort gefundenen Schuhabdrucks. Im Fall der 1973 im Kreis Fürth getöteten Marion Baier verfolgen Ermittler eine neue Spur ...
Der Mord an der zwölfjährigen Marion aus Mittelfranken ist nach vielen Jahrzehnten wieder Thema der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst".
Über ein halbes Jahrhundert nach dem Mord an der damals zwölfjährigen Marion Baier in Mittelfranken verfolgt die Polizei eine neue Spur. Es gibt demnach eine mögliche Verbindung zu dem Verbrechen an einer 13-Jährigen in Schwaben einige Jahre später.
In der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst" am Mittwoch, 21. Januar 2026, um 20.15 Uhr bitten Ermittler die Menschen aus dem Raum Kempten sowie der Region um Zirndorf und Oberasbach um Hinweise zu den beiden Mordfällen.
Zwei ermordete Mädchen - Ermittler bitten um neue Hinweise
Eine neue Spur zeigt Parallelen zwischen den beiden ungeklärten Mordfällen auf. So wird der Mord an der 13-jährigen Sonja Hurler im Allgäu am Mittwochabend (20.15 Uhr) in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY… ungelöst" thematisiert. Beide Mädchen wurden den Ermittlungen zufolge Opfer von Sexualmorden. Marion Baier wurde demnach 1973 in Oberasbach (Landkreis Fürth) getötet, nachdem sie ein Fest im benachbarten Zirndorf besucht hatte. Ihre Leiche wurde anschließend in der Nähe der Hainbergstraße gefunden.
Acht Jahre später, im Jahr 1981, wurde Sonja Hurler ermordet. Sie war nach einem Streit mit ihrer Mutter nachts zu Fuß zu ihrer Großmutter unterwegs, als sie im Raum Kempten Opfer des Verbrechens wurde.
In der Sendung wenden sich die Ermittler aus Kempten gezielt an die Öffentlichkeit, um Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten. Laut Angaben der Polizei Bayern könnten Informationen aus dem Raum Kempten sowie der Region rund um Zirndorf und Oberasbach entscheidend sein, um die beiden Mordfälle endlich aufzuklären.
Marion Baier (12) aus dem Kreis Fürth getötet - diese Beweismittel wurden sichergestellt
Marion Baier wurde den Ermittlungen zufolge in der Nacht zum 2. Juli 1973 in Oberasbach getötet. Am Abend zuvor hatte sie das Fischerfest im benachbarten Zirndorf besucht, wo sie um 20 Uhr noch von einer Schulfreundin gesehen worden war. Ein Arbeiter entdeckte das tote Mädchen am nächsten Morgen auf der Baustelle eines Neubaugebiets an der Hainbergstraße. Da die Leiche teilweise entkleidet war, vermuten die Ermittler einen Sexualmord.
Bereits im Dezember 1974 wurde der Mordfall Marion in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY… Ungelöst" thematisiert. Die Polizei konzentrierte sich damals auf eine Reihe von Beweismitteln, die am Tatort und in der näheren Umgebung sichergestellt wurden.
Die Hainbergstraße in Oberasbach, einer Gemeinde im Landkreis Fürth, spielte eine zentrale Rolle bei den Ermittlungen. Zeugen hatten dort zwei verdächtige Fahrzeuge bemerkt, die im entscheidenden Zeitraum rund um den Mord auffällig gewesen sein sollen. Obwohl diese Hinweise von der Polizei aufgenommen wurden, konnte bis heute nicht endgültig geklärt werden, ob die Fahrzeuge tatsächlich im Zusammenhang mit der Tat standen. Die Nähe des Tatortes zu dicht bewaldeten Gebieten erschwerte die Ermittlungsarbeit zusätzlich, da mögliche Spuren durch Witterung und Zeit stark beeinträchtigt wurden.
Silbermedaillon mit Heiligenbild gehörte wohl dem Täter
Ein Silbermedaillon mit dem Abbild des Heiligen Christophorus wurde nahe der Leiche gefunden. Der Schutzpatron der Reisenden und Autofahrer wird häufig als Anhänger getragen, was darauf hindeutete, dass es sich um ein persönliches Objekt des Täters handeln könnte. Die Polizei stellte fest, dass das Medaillon nicht zu Marion Baier gehörte, sondern vermutlich vom Täter verloren wurde. Dieses Beweisstück war zu jener Zeit einer der wenigen konkreten Hinweise auf die Identität des Mörders.
Fotos des Medaillons zeigen, dass es einen Durchmesser von zwei Zentimetern hat. Auf der Rückseite prangt der Schriftzug "Gott schütze dich" sowie die Zahl 925, die den Silber-Feingehalt kennzeichnet.
Material: Silber
Motiv: Hl. Christophorus
Bedeutung: Schutzpatron der Reisenden, häufig in Autos oder als Anhänger getragen
Zugehörigkeit: Laut Ermittlungen vermutlich vom Täter stammend
Abdrücke von Adidas-Turnschuhen am Tatort
Ein weiteres relevantes Beweisstück waren mehrere Schuhabdrücke, die am Tatort gesichert wurden. Das Sohlenprofil deutete auf Turnschuhe der Marke Adidas hin, genauer auf Modelle wie "Olympia", "Italia", "Gazelle blau" oder "Allround". Die Schuhgröße 43 war nach damaligen Erkenntnissen mutmaßlich die des Täters.
Dieses Beweismittel spielte eine zentrale Rolle, da die Polizei darauf hoffte, den Täter durch spezifische Schuhkäufe oder Abgleich mit ähnlichen Spuren zu identifizieren.
Kontakt mit "jungem Mann" - Verdächtiger und Zeugenberichte
Eine Schulfreundin von Marion Baier berichtete, dass das Opfer sich in der fraglichen Zeit mit einem jungen Mann getroffen habe. Die Identität dieses Mannes konnte von der Polizei jedoch nie zweifelsfrei geklärt werden.
Zeugenhinweise aus der Hainbergstraße führten zudem zur Untersuchung von zwei Fahrzeugen, deren Fahrer verdächtig erschienen. Bis heute ist unklar, ob diese Beobachtungen mit dem Mordfall in Zusammenhang stehen. Die Polizei bat damals und erneut im Rahmen neuaufgenommener Ermittlungen um weitere Hinweise.
Verdächtiger: Unklarer junger Mann
Fahrzeuge: Zwei auffällige Autos in der Hainbergstraße
Relevanz: Keine abschließende Klärung durch Ermittlungen
Aufgrund der unvollständigen Klärung des Falles und neuer Ansätze bei der Fallbearbeitung wurde bei der Kriminalpolizei Fürth die Arbeitsgruppe "Hainberg" eingerichtet. Ziel ist es, mit modernen kriminaltechnischen Verfahren und der Überprüfung alter Hinweise neue Erkenntnisse zu gewinnen. Vor allem die Beweismittel wie das Silbermedaillon und die Schuheindrücke stehen erneut im Fokus, da diese potenziell zur Identifizierung des Täters beitragen könnten. Die Polizei setzt weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung, um den Fall nach über 50 Jahren endlich aufzuklären.
Zwei Sexualmorde mit Parallelen
Eine neue Untersuchung der Beweismittel hat laut der Polizei nun wichtige neue Erkenntnisse geliefert: Die Tat in Oberasbach weist Parallelen zu dem Verbrechen an der 13-jährigen Sonja Hurler im Allgäu im Jahr 1981 auf, so das Polizeipräsidium Mittelfranken.
Das Mädchen hatte sich damals in der Nacht auf den 5. Juli nach einem Streit mit ihrer Mutter in Kempten zu Fuß auf den Weg zur Großmutter gemacht, war dort aber nie angekommen. Die Leiche wurde drei Monate später in der Nähe eines Stadels gefunden. Auch Sonja Hurler wurde laut den Ermittlern Opfer eines Sexualmords.
2023 rollte die Kriminalpolizei Kempten den ungeklärten Mord wieder auf, nachdem sie dank neuer kriminaltechnischer Methoden an den Beweismitteln eine DNA-Spur sichergestellt hatte. Bei einer Reihenuntersuchung nahmen sie Speichelproben von 300 Männern, die zur Tatzeit in der Nähe wohnten - ohne Erfolg.
10.000 Euro Belohnung ausgesetzt
Die Ermittler in Mittelfranken und Schwaben setzen nun auf die Hilfe von Zeitzeugen aus den Jahren 1973 und 1981, um die beiden Mordfälle zu klären. Die Arbeitsgruppe "Hainberg" der Kriminalpolizei in Fürth interessiert sich dabei neben Hinweisen auch für Fotos, die Besucherinnen und Besucher damals auf dem Fischerfest in Zirndorf gemacht haben, und wendet sich mit folgenden Fragen an die Bevölkerung:
Wer kann Angaben zum Mordfall Marion Baier machen?
Wer hat das Fischerfest am 01. Juli 1973 besucht?
Wer kannte Marion Baier und kann sich an ihren Besuch auf dem Fischerfest erinnern?
Wer kann Angaben zu Personen machen, mit denen Marion Baier an diesem Tag Kontakt hatte?
Wer hat am 01. Juli 1973 Fotos vom Fischerfest gemacht, die er der Polizei für Ermittlungen zur Verfügung stellen kann?
Wer hat in der Nacht vom 01. auf den 02. Juli 1973 im Bereich des Neubaugebiets an der Hainbergstraße Wahrnehmungen gemacht, an die er sich in Verbindung mit dem Mordfall erinnern kann?
Wer kann Informationen zu den oben genannten Beweismitteln beziehungsweise Zeugenwahrnehmungen machen?
10.000 Euro hat das Landeskriminalamt als Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Aufklärung des Mordes an Marion Baier oder zur Ergreifung des Täters führen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 911/2112-3333 bei der Kripo Fürth zu melden.
Für Fotomaterial hat die mittelfränkische Polizei außerdem ein Upload-Portal eingerichtet. ami/sl/mit dpa
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