"Klein-Vierzehnheiligen" wird die Nothelfer-Kapelle in Eltmann und Umgebung genannt. Die Dorfgemeinschaft von Eschenbach errichtete die Kapelle 1997 hoch über dem Ort mit Blick nach Vierzehnheiligen und weihte das kleine Gotteshaus ebenfalls den 14 Nothelfern. So sind es auch 14 Gottesdienste im Jahresverlauf, die hier gefeiert werden - immer zu den Gedenktagen der 14 Heiligen.


14 Mal im Jahr

Im August wird des heiligen Cyriakus gedacht und zu seinen Ehren findet vor der Kapelle ein Freiluftgottesdienst statt, zu dem Gläubige aus Eltmann in einer Wallfahrt kommen. Die Eschenbacher Frauen um Waltraud Hofmann legen alljährlich zu diesem Anlass einen Blumenteppich vor den Freialtar und sorgen nach dem Gottesdienst für das leibliche Wohl der Gottesdienstteilnehmer.
Über 80 Gläubige fanden sich nun zum Cyriakus-Gottesdienst zusammen, den der Ruhestandspfarrer Siegfried Vogt zelebrierte. Er ging in dem Gottesdienst auf den heiligen Cyriakus ein, der eigentlich Arzt war und wegen seines Bekenntnisses zum Christentum in den Lehmgruben arbeiten musste. Er gilt daher als Schutzheiliger der schwer Arbeitenden.
Angesichts des Märtyrertums von Cyriakus und anderer forderte Pfarrer Vogt die Gottesdienstteilnehmer auf, ebenfalls Zeugnis abzulegen vom eigenen christlichen Glauben. Dazu brauche es natürlich nicht das Blutzeugnis, "aber Taufschein-Christ zu sein, genügt nicht", ermahnte er. Er zitierte einen Pater, der sagte: "Rede über Christus nur, wenn du gefragt wirst, aber lebe so, dass du gefragt wirst". Gefordert sei ein Leben nach Christi Regeln, im Zeichen der Nächstenliebe und Barmherzigkeit, sagte der frühere Eltmanner Stadtpfarrer.