Die Novellierung des Erwachsenenbilds.-Förderungsgesetztes nahm Kulturreferent Toni Eckert zum Anlass, über die Arbeit der Volkshochschule (VHS) im Landkreis Forchheim Bilanz zu ziehen. Ernannte die Volkshochschulen "Werkstätten und Lernorte der Demokratie."

Die Erwachsenenbildung, so Eckert, habe das Ziel die Selbstverantwortung und Selbstbestimmung der Menschen zu fördern und zur sozialen und gesellschaftlichen Integration beizutragen. Volkshochulen bestimmten ihre Lehrpläne selbst.

Entsprechend biete die VHS niedrigschwellige Angebote auf allen Sektoren, von der Kultur bis zu sprachlich, gesundheits- und berufsbezogenen sowie politisch und ethisch geprägten Veranstaltungen. Erwachsenenbildung ermögliche den Erwerb zusätzlicher Kenntnissen, Fähigkeiten und Schlüsselqualifikationen und fördere die lern- Urteils- und Entscheidungsfähigkeit der Teilnehmer.

Die Volkshochschulen stellten eine wichtigen Standortfaktor dar. Sie kooperierten mit Kultur- Bildungs - und Sozialeinrichtungen sowie der Wirtschaft. Bei den freien Bildungseinrichtungen rangiere die Volkshochschule mit 70 Prozent des Angebotes vor der katholischen Erwachsenenbildung und dem Bildungswerk des Bauernverbandes. Besonders ortsnahe Bildungsangebote würden stark nachgefragt. Zunehmend rückten politische Bildungsfragen und gesellschaftspolitische Fragen in den Fokus des Interesses der Teilnehmer.

Die gesetzliche Forderung nach einer leistungsfähigen Bildungseinrichtung erfülle die Volkshochschule im Landkreis Forchheim bereits seit 1988, als sich die kommunalen Bildungseinrichtungen auf Landkreisebene zusammenschlossen. Ein Kulturkreis Ebermannstadt sei in seiner ursprünglichen Form heute gar nicht mehr förderfähig. Toni Eckert informierte, dass die Volkshochschule im Landkreis Forchheim im Vergangenen Jahr mit einem Budget von 1,17 Millionen Euro auskommen musste. 62 Prozent dieses Betrages wurden über Teilnehmergebühren finanziert, 20 Prozent kamen vom Landkreis, zehn Prozent vom Freistaat Bayern und acht Prozent vom Bund.

Zufrieden stellte Eckert fest, dass die Novellierung der Erwachsenenbildung mit einer signifikant besseren Finanzausstattung der Volkshochschulen verbunden sie. Die staatlichen Zuschüsse sollen knapp verdoppelt werden. JH