Marion Krüger-Hundrup Witzig, spannend, romantisch oder traurig können diese Geschichten sein. Also genau so, wie sich Kirche in der Öffentlichkeit darstellt. Neu ist allerdings, dass diese Gemütsregungen für die Nachwelt festgehalten werden sollen: "Wir suchen Filmemacher, egal welchen Alters, die ihre Kirchenstory zwischen Orgel, Turm und Sakristei erzählen", erklärt Stefanie Bauer.

Die Pädagogik-Studentin ist Ansprechpartnerin für das Projekt, das das Jugendamt der Erzdiözese Bamberg und die Katholische Erwachsenenbildung im Erzbistum Bamberg (KEB) ins Leben gerufen haben.

"Halt doch mal die Klappe!" lautet der Titel dieses Wettbewerbs um die einfallsreichsten Filme. Dieser Titel täuscht ein wenig darüber hinweg, dass eine reale Filmklappe oder korrekt Synchronklappe gar nicht gebraucht wird: "Es genügt ein Smartphone, um Bild und Ton synchron aufzunehmen", sagt Bauer.

Für noch ungeübte Filminteressierte wird es ab September/Oktober kostenlose Workshops geben.

Darin können die Teilnehmer alles über das Filmemachen lernen vom Konzeptionieren bis Schneiden oder Unterlegen mit Ton und Musik. Obendrein soll dieses Angebot "Lust machen, mal wieder in die Kirche zu gehen", sagt Bauer. Zu schauen, was sich zwischen Ewigem Licht und Tabernakel, Altar und Turm verbirgt und entdeckt werden kann.

Doch nicht nur das Kirchengebäude mit seiner Historie und Architektur kann filmisch gebannt werden. So könne man beispielsweise auch eine Taufe oder Hochzeit vor die Kamera nehmen.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ein Film soll maximal vier Minuten Spieldauer haben, und es soll eine Kirche im Erzbistum Bamberg sein. Junge und ältere Regisseure, Freunde, Familie, Gleichgesinnte, Schulklassen sind aufgerufen, bis zum 31. Mai 2021 ihr Produkt abzuliefern. Die drei Filme, die einer Fachjury am besten gefallen, werden prämiert: 2000 Euro winken dem Sieger, die Hälfte für Platz 2 und 500 Euro für den Dritten. Beispielfilme gibt es unter www.kirchenstorys.de.