Bundesministerin Svenja Schulze hat am Dienstag im Bundesumweltministerium in Berlin die Stadt Erlangen als "Recyclingpapierfreundlichste Stadt" ausgezeichnet.

Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Erlangen hervor. Die Hugenottenstadt setzte sich mit der vorbildlichen Verwendung von Papier mit dem Blauen Engel im Papieratlas-Städtewettbewerb 2020 der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) durch. Bürgermeister Jörg Volleth (CSU) nahm in der Bundeshauptstadt die Auszeichnung entgegen. Auf dem zweiten Platz folgen die Städte Bottrop und Leverkusen.

99 Städte haben teilgenommen

Der Papieratlas bildet seit 2008 den Gesamtpapierverbrauch sowie den Anteil von mit dem Blauen Engel zertifizierten Papier deutscher Städte ab. Partner des Wettbewerbs sind das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt, der Deutsche Städtetag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund. In diesem Jahr erreichen die 99 teilnehmenden Groß- und Mittelstädte mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von 91 Prozent eine neue Bestmarke.

Die Stadt Erlangen leistet mit der Verwendung von Recyclingpapier einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz: Im Vergleich zu Frischfaserpapier spart diese Herstellung mindestens 60 Prozent Wasser und Energie und verursacht somit deutlich weniger CO2-Emissionen. So konnte Erlangen im vergangenen Jahr eine Einsparung von mehr als 2,23 Millionen Liter Wasser und über 460 000 Kilowattstunden Energie bewirken.

Beitrag zur Nachhaltigkeit

"Das ist ein aktiver Beitrag der Stadt zur Nachhaltigkeit", stellten Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) und Bürgermeister Jörg Volleth stolz fest. "Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung für ihren ressourcenschonenden Papiereinsatz und zwar nicht erst seit letztem Jahr." Seit über 20 Jahren wird bei der Kommune bereits Recyclingpapier verwendet. Für das Jahr 2019 bedeutet dies, dass über 200 Tonnen Holz gespart und 79 Tonnen Altpapier wiederverwendet wurden. red