Katharina Müller-Sanke

Fred Frankenberger ist ein allseits beliebter Mann. Zum 90. Geburtstag konnte sich der Jubilar folgerichtig über eine große Schar an Gratulanten freuen.
Viele Nachbarn, Freunde und eine große Familie waren gekommen. Fred Frankenberger hat zwei Söhne, zwei Enkeltöchter, zwei Stiefenkelsöhne, einen Urenkel und zwei Stiefurenkelinnen. Mit seiner Ehefrau Luzie ist er seit mittlerweile 66 Jahren verheiratet. Beide können sich immer noch genau an den Tag erinnern, als Fred aus dem Gefangenenlager nach Hause kam und sie sich kennenlernten.
Fred Frankenberger wohnt auch heute noch in dem Haus, in dem er einst vor 90 Jahren geboren worden ist. Er ist ein lebensfroher Mensch, der gerne viele Leute um sich hat.
Enkeltochter Nina, die mit ihrer kleinen Familie im gleichen Haus wie die Eltern und Großeltern in Heubsch lebt, hatte sich zum Geburtstag etwas ganz Besonderes ausgedacht: eine eigene Zeitung für ihren Opa.


Ein Leben auf 60 Seiten

Auf 60 Seiten hat sie die wichtigsten Stationen des Lebens - seine Kindheit in Heubsch, die Zeit als Soldat am Ende des Zweiten Weltkrieges und die Arbeit als Eisenbahner - noch einmal Revue passieren lassen.
Und es sind auch einige nette Anekdoten und Eigenheiten von Opa Fred aufgelistet. Zum Beispiel die, dass er mehrmals täglich auf das Thermometer schaut oder mit großer Leidenschaft Türen auf- und zusperrt. Auch heute noch ist Fred gerne mit dem Auto unterwegs. Auch wenn er natürlich nur noch kurze Strecken zurücklegt - zum Beispiel zum Friseur oder auch in die gleichnamige nahegelegene Firma des Sohnes Dietmar Frankenberger in Kasendorf.
Zum Geburtstag gratulieren Freunde aus nah und fern - aus Kasendorf, Heubsch, Hutschdorf, aus Miesbach, Mühlbach und Berlin und natürlich Abordnungen zahlreicher Kasendorfer Vereine, denen das Geburtstagskind die Treue hält.
Auch Bürgermeister Bernd Steinhäuser, Pfarrer Stefan Lipfert und die Vertreterin des Landrats, Christina Flauder, waren gekommen.