Voll besetzt war die evangelische Kirche Höchstadt zum Benefizkonzert für die Rumänienhilfe. Auch die Vorsitzende des Diakonievereins Mediasch, Ursula Juga-Pintikan, war zum Konzert angereist.
Kirchenchor und Posaunenchor rissen das Publikum mit und ernteten starken Beifall. Das Männerduo Friedrich Schäfer und Thomas Förtsch, am Piano von Gabriel Konjaev begleitet, wurde für seine Kunstlieder stürmisch gefeiert. Eine Überraschung des Konzertes war der zehnjährige Orgelschüler von Gabriel Konjaev, Henning Schwarz, der das Konzert mit Johann Sebastian Bachs Toccata d-moll, BWV 565, sauber gespielt, eröffnete.
Der Chor brillierte mit fünf Liedern zum Lob Gottes sowie den Titeln "Down by the riverside" und "O happy day", bei denen das Publikum lebhaft mitging. Der Posaunenchor spielte ebenfalls vorwiegend Kirchenlieder, die von den Besuchern mitgesungen wurden. Pfarrer Friedrich Schäfer und Thomas Förtsch erfreuten mit ihren Liedern über Frau Musica und den Frühling die Zuhörer.
In der evangelischen Kirchengemeinde Höchstadt unterstützt der Arbeitskreis Rumänienhilfe seit 25 Jahren den Diakonieverein im rumänischen Siebenbürgen. Seit dieser Zeit organisieren die dafür Verantwortlichen, Irmgard Conrad und Heinz-Friedrich Kiel, regelmäßig Hilfstransporte nach Mediasch und gegenseitige Besuche von Gemeindemitgliedern. Der Gedankenaustausch steht im Mittelpunk, aber auch das Kennenlernen von Siebenbürgen einerseits und Höchstadt andererseits stehen auf dem Programm.


Mit Geduld und Gottvertrauen

Im Zentrum der Arbeit des Diakonievereins Mediasch stehen vor allem ältere Leute, die den Anschluss an die Entwicklung im Land verloren haben. Dinge des täglichen Bedarfs werden regelmäßig nach Siebenbürgen gebracht. Der Inhalt der Hilfstüten wirkt für uns sehr bescheiden: Öl, Nudeln, Reis, Mehl, Dosenfleisch, Seife, Waschmittel, Zahnpasta.
Die Höchstadter Spender unterstützen nach Kräften die Geduld und das Gottvertrauen der Verantwortlichen dort. Der Neubau einer Kirche und der Umbau eines Bauernhofs zum Alten- und Pflegeheim sind wichtige Schwerpunkte. Wer dort wohnt und lebt, arbeitet solange er kann kostenlos in der Landwirtschaft mit, damit die Eigenkosten gedeckt werden können. Die Mitarbeiter des Diakonievereins arbeiten für einen kläglichen Mindestlohn und nähren ihre Aktivität mit Gottglauben und Glauben an die Zukunft.
Ohne die Unterstützung aus dem Aischgrund stünde das Altenheim in Mediasch vor dem Aus, da der rumänische Staat die Zuschüsse gekündigt hat. Pfarrer Schäfer konnte im Konzert mitteilen, dass nun zumindest der Erhalt des Heimes zugesichert sei. Ein Spendenaufruf im vergangenen Jahr sei auf große Resonanz gestoßen.
Zugleich wandte sich die Gemeinde der Christuskirche und ihr Arbeitskreis Rumänienhilfe von dieser Veranstaltung aus erneut an alle Höchstadter, die Suche nach Spendern und Sponsoren für die bedürftigen Menschen in Mediasch nach besten Kräften zu unterstützen.
Dieter Gropp