Bernhard Panzer

Doppelten Grund zur Freude hatten die Mandatsträger in der Stadtratssitzung am Donnerstagabend. Als Vertreter der Bürger durften sie Entlastungen für die selbigen entgegennehmen, zumindest für einen Teil.

Wie berichtet, kommt die Stadt den Händlern, Dienstleistern und Gastronomen entgegen, indem auf eine Sondernutzungsgebühr verzichtet wird (FT vom Samstag). Aber auch die Vereine dürfen sich freuen - ihnen werden die Mieten für Hallen und Außensportanlagen nicht erhöht.

Denn die Einnahmen aus dieser Vermietung sind für die Stadt künftig Umsatzsteuerpflichtig. Die Verwaltung hätte nun die Möglichkeit, die Beträge auf die Nutzer umzulegen, tut sie aber nicht: Die Vereine zahlen dieselben Preise wie bisher. Für die Stadt bringt das freilich erhöhte Ausgaben.

Erfreut reagierte in der Sitzung als erster Redner Bernhard Schwab, als "alter Vereinsmeier". Er erinnerte daran, dass in Herzogenaurach die Förderung der Vereine seit 1987 einen besonderen Stellenwert habe und fand es "eine tolle Sache" von der Stadt, auf eine Mieterhöhung zu verzichte. "Dafür kann man nur danken."

"Ein schönes Zeichen"

Und das werden die Vereine seiner Meinung nach auch selbst tun. Schwab: "Ich hoffe, dass die Vereine das zu schätzen wissen und bin mir sicher, dass nach und nach Dankesschreiben im Rathaus eintreffen werden."

Peter Simon, Stadtrat der Grünen und aktives Mitglied bei der Turnerschaft, reagierte schnell: "Ich überbringe das Dankesschreiben schon jetzt mündlich für die TSH", sagte er mit einem Augenzwinkern. Und: "Das ist ein sehr schönes Zeichen von der Stadt."

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Holger Auernheimer bezeichnete es als gut, "dass wir jetzt in keine großen Diskussionen verfallen" und stellte ebenfalls fest: "Da kann man nur zustimmen." Manfred Welker von den Freien Wählern sagte, dass diese pragmatische Lösung für die Vereine sehr praktikabel sei. Für eine Stadt des Sports sei das so aber auch angebracht.