von unserem Redaktionsmitglied 
klaus schmitt

Köslau — Eine Hausbesichtigung steht normalerweise nicht auf der Tagesordnung eines Kreistag-Ausschusses. Am Mittwochnachmittag war es allerdings anders, und das zurecht. Die Mitglieder des Kreistag-Ausschusses für Kultur, Sport und Tourismus besuchten das sanierte und umgebaute Anwesen der Familie von Thomas und Silvia Schuhmann in Köslau.
Die Unternehmer, die einen Schreinerei-Betrieb im Landkreis Bamberg betreiben, haben vor elf Jahren den Hof mit einem imposanten Fachwerkhaus erworben und ihn Zug um Zug saniert und umgebaut. Entstanden sind dabei die eigene Wohnung und eine Ferienwohnung. Vor drei Jahren haben Silvia und Thomas Schuhmann das benachbarte frühere Brauhaus gekauft. Darin entstehen derzeit vier weitere Ferienwohnungen.
Landrat Wilhelm Schneider (CSU) würdigte das sanierte Anwesen, das im Jahr 2009 mit einem Denkmalschutzpreis bedacht worden ist, als "ein Vorzeigeobjekt". Es zeige, was man aus einem alten Anwesen im Ortskern machen könne.
Bernhard Jooß von der Abteilung Denkmalpflege am Landratsamt bezeichnete das Projekt als "ein Musterbeispiel" für Dorfentwicklung und denkmalgerechte Sanierung. Es sei gelungen, eine alte Bausubstanz mit modernem Wohnen zu verbinden, sagte er. Und es stärke den Tourismus im Landkreis, ergänzte der Fachmann.
In der Tat: Die Ferienwohnung in einem früheren Nebengebäude ist nach Auskunft von Silvia Schuhmann das ganze Jahr über ausgebucht. Die "Nachfrage ist riesengroß", bestätigte sie dem Kreistag-Ausschuss.
Das Gremium setzte seine Sitzung nach der Besichtigung im nahen Jesserndorf fort. Im Kulturraum behandelten die Kreisräte weitere Punkte (siehe gesonderte Berichte). Heinz Fausten vom örtlichen Haßbergverein stellte dabei den Ort und die Geschichte des heutigen Eberner Stadtteils vor. Landrat Wilhelm Schneider lobte die Bürger und ihren Einsatz für den Ort: "Jesserndorf ist eine gut funktionierende Gemeinschaft."