Marktschorgast — In wenigen Tagen wird der Marktschorgaster Maler Andreas Oppel 80 Jahre alt und am Samstag eröffnete er seine wohl letzte Ausstellung unter dem Thema "75 Jahre Lebenswerk Andreas Oppel". Rund 100 Bilder aus seinem langjährigen Schaffen als Maler sind in dem Haus Heerdegen, Marktplatz 24, bis kommenden Sonntag, 6. August, zu sehen. Bürgermeister Hans Tischhöfer (FW) durfte die Vernissage im Beisein zahlreicher Gäste eröffnen und würdigte dabei das großartige Lebenswerk der gebürtigen Marktschorgasters.
Tischhöfer sagte zu Oppels Lebenswerk: "Man kann auch Gesamtwerk sagen und es bezeichnet die Gesamtheit aller schöpferischen Produktionen des Künstlers. Ich denke, so sieht es auch unser Künstler. Er will jetzt kurz vor seinem 80. Geburtstag auf dieses Lebenswerk zurückblicken und auch die Öffentlichkeit noch einmal Anteil haben lassen. Ich denke, es sind viele Bilder, die du bisher gemalt hast und fast jedes Bild hat einen Rahmen. Der Titel der Ausstellung ist auch der Rahmen für dein künstlerisches Schaffen." Mit seinen Bildern seien viele "Meisterwerke" entstanden, aber Bürgermeister Hans Tischhöfer griff ein Bild besonders heraus, die katholische Kirche vor der letzten Renovierungsmaßnahme: "Bei vielen Marktschorgastern hat sich dieses Bild eingeprägt, und an diesem Wochenende feiern wir die Kirchenweihe unserer Jakobus-Kirche. Dieses Bild mit der früheren Innenraumgestaltung der Kirche ist eines deiner Meisterwerke."


Talent und Gnade

Die künstlerische Begabung ist nach den Worten von Tischhöfer nicht nur Talent, sondern auch Gnade: "Man ist begnadet mit einem gewissen Können, begabt, um das zu machen, und das ist dir auch gegeben, dass du deine künstlerische Ader auch zum Ausdruck bringst."
Andreas Oppel sprach von einem berührenden Moment und keiner routinemäßigen Ausstellung: "Wie schon der Titel ,75 Jahre Lebenswerk Andreas Oppel' sagt, steckt eigentlich eine gesamte Lebensgeschichte dahinter, denn das Malen hat mich ein Leben lang begleitet und auch geprägt. Wenn man auf stolze 75 Jahre malenden Schaffens zurückblicken kann, ist auch sehr viel Dankbarkeit dabei. Dankbarkeit für die Begabung, die man mir in die Wiege gelegt hat für das Sehen, Wahrnehmen und Lernen von Dingen, die einem sonst verborgen geblieben wären."