von unserem Mitarbeiter Reinhard Löwisch

Egloffstein — Ausschließlich Satzungsänderungen standen im Fokus der jüngsten öffentlichen Marktgemeinderatssitzung in Egloffstein. Es kann richtig teuer werden, wenn man aus Spaß oder nur für eine technische Hilfeleistung die Feuerwehr ruft. Diese Kosten können dem Verursacher deshalb auch in Rechnung gestellt werden. So auch in Egloffstein, wo die Gemeinde im vergangenen Jahr 20 000 Euro eintreiben konnte.
Gezahlt wurden die meisten Rechnungen von Versicherungen. Das Löschfahrzug der Stützpunktwehr Egloffstein kostet zum Beispiel pro gefahrene Kilometer 6,67 Euro. Pro Ausrückestunde sind für das Löschfahrzeug weitere 110 Euro fällig. Sind dann noch 20 Feuerwehrleute im Einsatz, kostet dies pro Person und Stunde nochmal 24 Euro extra. Kommt eine Wärmebildkamera zum Einsatz, sind weitere 20 Euro pro Stunde fällig und ein Atemschutzgerät kostet pro Stunde 29 Euro. Die geänderte Satzung mit teilweise erhöhten Endgeldsätzen ist einstimmig beschlossen worden.
Beim Radwegebau im Bereich des geplanten Ausbaues zwischen Wasserrad und Freibad hat die Gemeinde das Recht, bis zu 75 Prozent der Grunderwerbs- und Baukosten für den geplanten Radweg umzulegen, wenn eine nach Grundstücksgrößen ermittelte Mehrheit der Beteiligten der Baumaßnahme zugestimmt hat.
Da die Gemeinde selber der größte Grundstücksbesitzer in dem Bereich ist, "wäre die Mehrheit sicher, wenn wir noch einen Anlieger dazu bekämen", meinte Bürgermeister Stefan Förtsch (CSU). Dennoch waren Förtsch und auch alle anderen Gemeinderäte der Ansicht, die Kosten nicht auf die Beteiligten umzulegen. Man war der Meinung, die Anlieger würden ihre Genehmigung zum Bau des Radwegs dann wieder revidieren. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei rund 45 000 Euro. Vom Amt für ländliche Entwicklung bekommt sie einen Zuschuss in Höhe von 70 Prozent. Dadurch sinkt der Eigenanteil auf nur noch 14 000 Euro.
Die Ortsdurchfahrtsgrenzen in Bieberbach sollen nach dem Willen der Regierung von Oberfranken an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden, und zwar im Bereich der FO 21 und FO 23.
Diese Grenze ist wichtig, zum Beispiel für den Ausbau der straßenbegleitenden Gehsteige, die bis zu diesen Grenzpunkten führen. Auf der FO 23 in Richtung Hartenreuth ist es derzeit so, dass nach dem letzten Haus des Altortes auf etwa 100 Metern Länge Anfang und Ende einer "OD-Strecke" liegen; weit, bevor der Ort eigentlich zu Ende ist. Das bedeutet laut Förtsch, "dass theoretisch ein Ortsanfang- und Ortsende-Schild aufgestellt werden müsste und in diesem Bereich dann die Außerortsgeschwindigkeit" gilt. Das will die Gemeinde aber vermeiden, weshalb die Anpassung der OD-Grenzen ebenfalls einstimmig gebilligt wurde.

Neue Asylbewerber

Förtsch gab bekannt, dass in absehbarer Zeit zwölf bis 14 neue Asylbewerber in ein Haus am Marktplatz einziehen werden. Es wäre dies nach dem Gasthaus Linde die zweite Unterkunft. Nikki Thäter (UGL) regte an, ob die Gemeinde auf Ein-Euro-Basis einige Arbeitsplätze schaffen könnte, um den Leuten die Integration zu erleichtern.