Es ist ein Refugium für Kunstfreunde und alle, die sich für Keramik, Schmuck und Gemälde interessieren. 200 Quadratmeter sind so qualitätsvoll mit Unikaten bestückt, dass die Wahl schwerfällt. Mit der Weihnachtsausstellung setzt die Familie Tittmann aus Berndorf erneut besondere Akzente. Die Schau ist ein sehenswertes Beispiel für Ideenreichtum und Schaffenskraft.

Keramiker Claus Tittmann modellierte heuer in nicht nachlassender Kreativität neue Physiognomien: in verschiedenen Farben und im Ofen gebrannt. Der Kopf des Dichters Friedrich Hölderlin gehört dazu. Ein faszinierender Kontrast zu den dahinter hängenden Gemälden des Coburger Künstlers Robert Reiter. Er ist als Gast dabei und bereichert die Schau. Seine Szenarien reichen von Schneelandschaften, Ausgrabungsstätten ähnelnden Sichtweisen, Fragmenten aus der toskanischen Crète bis hin zu angedeuteten Alleen.

Auch Tochter Julia Tittmann wartet mit frisch Geschaffenem auf. Tierfiguren sind ihr Credo, "Ich werde immer wieder aufs Neue inspiriert durch die Natur, meine Fantasie wird durch nichts begrenzt", sagt sie. Und das spürt man.

Eine weitere Gastkünstlerin ist die Schmuckdesignerin Susanne Högner aus Karlsruhe. Sie entwirft und fertigt Kostbarkeiten aus Edelmetall, Perlen und Edelsteinen. Der dreidimensionale skulpturale Charakter und die Leichtigkeit der Objekte überzeugen, filigrane Feinheiten in Gold und Silber.

Gerade vor dem Fest ist die Galerie Tittmann ein schier unerschöpflicher Fundus für alle, die Ungewöhnliches suchen. Ein Besuch in Bendorf lohnt. hw