Der Musikverein Forchheim-Buckenhofen (MVFB) hat ein neues Ehrenmitglied. "Nur Erich Neubauer ließ sich nicht vergeblich bitten" lautete die Schlagzeile nach der Gründungsversammlung des Musikvereins am 13. Juli 1973. Bis 1977 stand Gründungsvorstand Erich Neubauer (78), der heute in Neumarkt in der Oberpfalz lebt, an der Spitze des damals neuen Musikvereins.

Hohe Auszeichnung

Er war Impulsgeber für Vieles, was dem Verein in seiner Entwicklung zu seiner heutigen Bedeutung half. Jetzt wurde Neubauer bei der Jahreshauptversammlung zum Ehrenmitglied ernannt.

Vorstandssprecher Bernd Froese erinnerte an die Highlights in der Vor-Coronazeit, wie das Frühlingskonzert der Bläserphilharmonie in Bamberg und die "Magic Musical Moments" in Erlangen. Damit war auch eines der beiden beherrschenden Problemthemen genannt: Die Raumnot in der Stadt Forchheim macht Indoor-Auftritte dieser Art in der Heimatstadt für die 70-köpfige Bläserphilharmonie unmöglich. Man ist deshalb froh über die Nähe zu Bamberg und Erlangen mit ihren Konzertsälen, aber auch froh über die Bereitschaft der großen Fangemeinde, dem Sinfonischen Aushängeschild des MVFB dorthin zu folgen. Auch ohne die in den jüngsten Monaten herrschende Corona-Pandemie drückt den Verein die Raumnot, deshalb nutzt der Verein die Coronazeit auch dazu, Möglichkeiten einer räumlichen Erweiterung auszuloten. Die Unterstützung der Kommunalpolitik wurde dafür zugesagt.

Andreas Bauer ging darauf ein, wie wichtig es ist, eine "Zersiedelung" zu vermeiden. Er ist Fachvorstand für den großen Bereich Ausbildung, zuständig für die Koordination des Unterrichts für etwa 300 Schüler bei 16 Ausbildern. Dazu für die vier Ausbildungsorchester der "Next Generation". Man sei sehr froh über die Bereitschaft der Pfarrei oder des Schützenvereins, Räume zur Verfügung zu stellen, zuträglich für das Gemeinschaftsgefühl sei diese Situation allerdings nicht.

Ähnliches kam von Christian Libera, der den gesamten musikalischen Betrieb in den Erwachsenen-Orchestern (Blasorchester Klangfusion, Buckenhofener Blasmusik und Bläserphilharmonie Forchheim) verantwortet. Die einzige Formation, die aktuell in voller Besetzung im Saal des Musikheims proben kann, ist die 24-köpfige Buckenhofener Blasmusik.

Ausweichquartier

Deshalb freute man sich auch sehr über die Bereitschaft des Markts Eggolsheim, die Eggerbachhalle an die Bläserphilharmonie Forchheim zu vermieten. Die guten Erfahrungen lassen hoffen, dass an zwei geplanten Proben-Wochenenden bald alle anderen Orchester wieder gemeinsam proben können.

Vorstandschef Bernd Froese bat verdiente Aktive zu sich, um ihnen mit Unterstützung der Kreisvorsitzenden Claudia Heim für ihre Zuverlässigkeit und Treue zu danken und sie mit Ehrennadeln des Verbandes zu dekorieren.

Zeitzeuge

Bereichsvorstand Heiner Kredel als einem Zeitzeugen der Vereinsgründung blieb es vorbehalten, eine Laudatio auf den Gründungsvorsitzenden Erich Neubauer zu halten. Auf launige Art beschrieb er die Jahre von Neubauers Amtszeit und freute sich über den Beschluss des Vorstands, Erich Neubauer in den Kreis der Ehrenmitglieder aufzunehmen.

Bei den Neuwahlen gab es kaum Veränderungen, lediglich Schriftführerin Britta Soens wurde von Stefanie Fuchs ersetzt. Die Jugendgruppe entsendet künftig Lisa Lindl in den Vorstand, sie tritt in die Fußstapfen von Johannes Dornheim.

Alle anderen Funktionsträger wurden jeweils einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Damit geht der Musikverein Forchheim-Buckenhofen gut aufgestellt in eine spannende nächste Legislatur, die genügend Herausforderungen in vielerlei Hinsicht bereithalten wird. red