von unserem Mitarbeiter KaRL-HEINZ FRANK

Effeltrich — Wie geht es weiter mit der Baiersdorfer Mittelschule und deren möglichem Beitritt zum Schulverband Erlangen? Mit dieser Frage hat sich jetzt der Effeltricher Gemeinderat ein weiteres Mal beschäftigt. Hintergrund ist, dass die Baiersdorfer Schule auch von Effeltricher Kindern besucht wird.
Für Bürgermeisterin Kathrin Heimann (DEL) hat sich an der Sachlage nichts geändert. Sie ist noch immer dagegen, dass die Mittelschule Baiersdorf dem Schulverbund Erlangen beitritt. So seien die drei Erlanger Mittelschulstandorte für die Effeltricher Kinder viel schlechter erreichbar.
Weiter spreche gegen Erlangen die Bindung für die nächsten zehn Jahre an den Schulverbund Erlangen, eine mögliche Verlagerung des Baiersdorfer Schulstandortes aufgrund der sinkenden Geburten- und Schülerzahlen nach Erlangen und das breitere Unterrichtsangebot der dreizügigen Ritter-von-Traitteur-Mittelschule in Forchheim. Somit bleibt Effeltrich bei dem Vorhaben, dass die Effeltricher Buben und Mädchen künftig die Ritter-von-Traitteur-Mittelschule besuchen.

Verärgerte Gemeinderäte

"Das ist eine Riesenfrechheit, dass nach fünf Beschlüssen jetzt noch einmal wegen einer Sinneswandlung im Effeltricher Gemeinderat nachgefragt wird", ärgerte sich Christine Bertholdt (CSU/ÜWG).
Christoph Wurmthaler (DEL) hielt mit seiner Wut ebenfalls nicht hinterm Berg: Er sprach von einer "Unverschämtheit der Baiersdorfer Schulverantwortlichen". Es sei nicht zu akzeptieren, dass die Baiersdorfer "unsere Kinder nach Erlangen verteilen wollen".
Auch Bürgermeisterin Heimann fürchtet in diesem Fall, dass "unsere Kinder dann auf Alt-Erlangen, Spardorf und Erlangen-Bruck verteilt werden würden."
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Klage gegen Verbandsumlage

Am Ende war es keine Überraschung, dass sich die Effeltricher Räte ein weiteres Mal einstimmig gegen den Baiersdorfer Übertritt in den Schulverband Erlangen aussprachen.
Gleichzeitig hielten die Gemeinderäte einstimmig an ihrer Klage beim Bayerischen Verwaltungsgerichts Ansbach fest. Diese richtet sich gegen die Festsetzung der Schulverbandsumlage 2014 mit einer Umlagesumme von 4053,75 Euro pro Schüler.
Die Gemeinde Effeltrich geht in der Sache davon aus, dass die kalkulatorischen Zinsen für die darin enthaltene Schulhausmiete zu hoch angesetzt sind. Deshalb will man die Festsetzung der Umlage in der jetzigen Form so nicht anerkennen.
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