In der Hans-Wilsdorf-Berufsschule hat in Sachen Mobilität bereits die Zukunft begonnen. Die angehenden Kfz-Mechatroniker ließen sich in die Technik von Hybrid- und reinen Elektrofahrzeugen einweisen.
Rein elektrisch betriebene Fahrzeuge oder Hybridfahrzeuge sind aktuell auf den Straßen in und um Kulmbach noch klar in der Minderheit. Doch jeden Monat kommen ein paar neue hinzu. Und dass sich die Mobilität der Zukunft verändern wird, davon sind auch die angehenden Kraftfahrzeugmechatroniker überzeugt. Fachlehrer Daniel Schmidt und die angehenden Kraftfahrzeugmechatroniker der zehnten Klasse ließen sich deshalb von der Firma Autotechnik Hahn in Kulmbach gerne zu einer praktischen "Weiterbildung" einladen.
So übten die angehenden Kfz-Mechatroniker das Entfernen der Hochspannung vom Fahrzeug, um Wartungsarbeiten an dem Fahrzeug vornehmen zu können. An einem anderen Modell informierten sich die Schüler über die verschiedenen Elektro-Komponenten, bestimmten deren Lage im Fahrzeug und simulierten unterschiedliche Diagnose-Situationen. Ein Hybrid-Antrieb ist die Kombination eines Akku-betriebenen Elektromotors mit einem Verbrennungsmotor.
Um auch einen Einblick in das Fahrgefühl, das Elektrofahrzeuge zu bieten haben, zu gewähren, unternahm Fachlehrer Daniel Schmidt Probefahrten mit den Schülern. Die Schüler zeigten sich erstaunt, dass das Drehmoment des Elektromotors aus dem Stand voll abrufbar ist und dadurch eine kraftvolle, wenn auch nahezu geräuschlose Beschleunigung entsteht.
Besonders großes Interesse brachten die Schüler für das Phänomen der Rekuperation auf. Beim Bremsen gewinnen Elektromotoren wieder Reichweite zurück, der Akku lädt sich auf. Durch gezieltes Einsetzen der Bremstechnik lassen sich die Reichweiten deutlich verbessern. Die angehenden Kfz-Mechatroniker probierten außerdem den rein elektrisch betriebenen BMW i3 des Landratsamtes Kulmbach aus, in der Werkstatt und bei Probefahrten.