Mit harscher Kritik reagiert die CSU-Stadtratsfraktion auf eine Pressemitteilung der SPD-Fraktion, in der Curd Blank zur aktuellen Debatte um die Notwendigkeit einer Dreifach-Turnhalle Stellung nahm. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Bernhard Schwab spricht von einer "Verdrehung der Tatsachen und einer Unterstellung". Er habe in der Sitzung den Standort gelobt und die CSU-Fraktion auch dem Sportentwicklungsplan zugestimmt, der aber nach Meinung der Fraktion nicht wie beschlossen eingehalten wird. "Wir geben uns Regeln und es wird sich trotzdem nicht daran gehalten", kritisiert Schwab.
"Ich habe das Gefühl, dass jetzt uns der schwarze Peter zugeschoben wird", ergänzt sein Fraktionskollege Kurt Zollhöfer. So bleibe die CSU bei ihrer Auffassung: Es gibt gute Gründe für eine weitere Dreifachhalle zur überwiegenden Vereinsnutzung, aber ...


Ein entscheidendes Wörtchen

"Für uns ist das ,aber‘ das entscheidende Wörtchen, das anscheinend von der SPD und ihrer Mehrheitsfraktion überhört wird", meint Zollhöfer. So habe die CSU für die Probleme immer ein offenes Ohr und unterstütze die Vereine auch weiterhin in vielen Bereichen. "Aber wir haben auch eine Verantwortung gegenüber den Bürgern und den Ausgaben der Stadt. Dabei nehmen wir die langfristigen Aufgaben der Stadt und die damit verbundenen finanziellen Belastungen sehr ernst", erklärt Zollhöfer.
Deswegen weise die CSU-Fraktion die Behauptungen der SPD-Fraktion als sachlich falsch zurück und sieht darin den Versuch, das Projekt zweite Dreifachhalle schönzureden und die CSU in die negative Entscheidungsecke zu schieben. Dagegen verwahrt sich den CSU-Fraktion, denn man sei für den Standort Schulzentrum bei einer weiteren Dreifach-Halle, wenn die Auslastung dieser Halle tagsüber, abends und am Wochenende aus betriebswirtschaftlichen Gründen nachgewiesen wird. Man kritisiere keinesfalls eine Standortentscheidung für das Gymnasium, denn unter den vorgeschlagenen Standorten sei das Gymnasium die beste Wahl.
Die Zustimmung beinhaltet für die CSU allerdings keinen Grundsatzbeschluss, alle Empfehlungen und Maßnahmen des Sportentwicklungsplans (SEP) umzusetzen, sondern die vorgeschlagenen Maßnahmen im Hinblick auf ihre Umsetzung kritisch und sachlich zu prüfen. So vermisst die CSU bei der Diskussion um eine weitere Dreifachhalle und in der Darstellung der SPD die Umsetzung der Leitgedanken im Vorwort des SEP und der Hinweise im Maßnahmenkatalog des SEP zum Bau einer Dreifachhalle ohne schulische Nutzung.
Genau betrachtet werde deutlich, dass bei der Maßnahme "Bau einer Dreifachhalle ohne schulische Nutzung" drei Schritte notwendig sind: die Vorprüfung mit einer genauen Bedarfsanalyse mit Zielgruppen, dann eine Grundsatzentscheidung und schließlich die Aufstellung eines Raumprogramms mit Belegungsplan und eine intensive Prüfung durch das Sportstättenmanagement. Bei geschätzten Investitionen im Umfang von elf Millionen + x Euro sei es berechtigt nach der Wirtschaftlichkeit/Auslastung der zweiten Dreifachhalle zu fragen. Die CSU vertrete auch nicht die Auffassung der SPD, dass nicht nur das gebaut werden darf, was auch einer Förderung unterliegt. Diese Einstellung zeige keinen verantwortlichen Umgang mit Steuergeldern.