Normalerweise besucht der Nachwuchs der Städtischen Musikschule und der Musikvereine im Landkreis Kulmbach von Herbst bis ins Frühjahr hinein verschiedene Fortbildungskurse des Nordbayerischen Musikbundes (NBMB) und bereitet sich so gezielt in Praxis und Theorie auf die Leistungsprüfungen vor. Coronabedingt lief es in diesem Jahr allerdings anders.

Die Lehrkräfte der Musikschule übernahmen im Distanzunterricht die komplette Ausbildung ihrer Schützlinge - und der Aufwand zahlte sich aus: Alle drei gemeldeten Prüflinge bestanden mit Bravour die D1-Leistungsprüfung (Bronze). Die Prüfung hatte wegen des Lockdowns erstmals online stattgefunden.

Mina Sonntag war von Ilona Ramming vorbereitet worden, die beiden Blechbläser Johann Rummer und Jacob Claus Hartmann (Trompete und Tuba) wurden von Musikschulleiter Harald Streit betreut.

Johann Rummer (Trompete) begann seine Ausbildung im Alter von acht Jahren in Stadtsteinach und ist Schüler im musischen Zweig am MGF-Gymnasium. In Kooperation mit der Musikschule erhält er seinen Trompeten-Unterricht bei Harald Streit. Johann spielt ferner im Musikverein Stadtsteinach und in der MGF-Bläsergruppe.

Mina Sonntag (Klarinette) lernt seit 2017 Klarinette an der Musikschule und wirkt seit Herbst 2018 auch im Vororchester mit.

Jacob Claus Hartmann (Tuba) musiziert seit frühester Kindheit. Er ist ein Multitalent und spielt auch Euphonium, Klavier und Akkordeon. Derzeit ist er als Tubist in der Städtischen Jugendkapelle aktiv. Harald Streit gratulierte den drei Talenten und zeigte sich sehr erfreut, "dass der Distanzunterricht so hervorragend klappt".

Auch Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) freute sich mit den Absolventen über das tolle Abschneiden. "In der Pandemie haben wir alle gelernt, flexibel und kreativ an Dinge heranzugehen. Unsere Musikschule hat sehr schnell einen Weg gefunden und gezeigt, dass auch der Unterricht auf Distanz funktionieren kann und sich sogar für das erfolgreiche Bestehen von Prüfungen eignet", so Lehmann. Er danke allen Lehrkräften und Eltern für das Durchhalten und die mit Sicherheit nicht immer einfachen Umstände.

"Das Musizieren ist für unsere Kinder aber insbesondere auch während des Lockdowns ein Halt und gibt ihnen klare Strukturen. Da ist es umso erfreulicher, dass ihnen der Unterricht weiterhin ermöglicht wurde", so der Oberbürgermeister. red