In diesem Jahr fällt der traditionelle Frühlingsmarkt in Rossach am Himmelfahrtstag aus. Der Grund ist die Dorferneuerung, die in diesem Jahr beginnen soll. Es ist eben noch nicht bekannt, wie lange die Baumaßnahmen dauern werden. Denn entlang der Coburger Straße, die auch von der Baumaßnahme betroffen ist, bauten die Händler normalerweise ihre Marktstände auf.
In mehreren Sitzungen mit langen ausführlichen Diskussionen entschied der Vorstand, dass es heuer den Markt nicht geben soll. Im Jahr 2018 will man aber wieder einen Markt in Rossach für den gesamten Itzgrund am Himmelfahrtstag anbieten, wie der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Rossach, Andreas Lorenz, bei der Hauptversammlung im Feuerwehrhaus betonte.
In diesem Jahr soll als Ersatz für den Markt ein Dorffest stattfinden. Wo man dies abhalten wird, sei noch in der Planung, betonte der Vorsitzende.
Für die Dorfgemeinschaft Rossach, ein Zusammenschluss von Gartenbau- und Bürgerverein, war das vergangene Jahr sehr erfolgreich, aber auch sehr arbeitsreich. Die Mitglieder besuchten die Landesgartenschau in Bayreuth und feierten mit viel Prominenz die offizielle Eröffnung ihres Kelterhauses. Seine erste Bewährungsprobe habe das neue Kelterhaus in der Ortsmitte, unweit des Brauhauses gelegen, schon hinter sich gebracht, betonte der Vorsitzende. Er lobte das Kelterhausteam. In diesem Jahr soll das Obergeschoss des Kelterhauses ausgebaut werden.
Der Verein hat den alten Bauhof zusammen mit der Feuerwehr, dem Fischereiverein und der Soldatenkameradschaft angemietet. Der Mietvertrag laufe 25 Jahre, informierte der Vorsitzende.


Schlechtes Obstjahr 2016

Achim Liesaus berichtete aus der Sparte Natur und Garten über das vergangene Jahr. 2016 sei ein schlechtes Obstjahr gewesen, deshalb sei die Kelterei nur neun Tage in Betrieb gewesen. Dabei hätten 34 Mitglieder und 71 Nichtmitglieder 23 212,5 Kilogramm Obst angeliefert und dafür 16 193 Liter wertvollen Saft erhalten, wovon 15 962 Liter durch Pasteurisieren haltbar gemacht wurden. Zwölf Kelterhelfer standen zur Verfügung, wovon drei täglich zwischen fünf und zehn Stunden gearbeitet hätten, betonte Lies. Er dankte ihnen ausdrücklich. Weiterhin habe der Verein vier Apfelbäume in Richtung Altenbanz gepflanzt. In diesem Jahr will man wieder Konfirmandenbäume pflanzen.
Von einem Kinderkeltertag berichtete Karin Schultheiß, die Spartenleiterin Kinder und Jugend. Die Kinder seien auch wieder beim Schmücken des Osterbrunnens dabei gewesen.
"Die Dorfgemeinschaft Rossach geht mit guten Beispiel voran", sagte Zweiter Bürgermeister Wolfgang Schultheiß (parteilos) in seinem Grußwort. Der Verein habe sehr viel geleistet und trage zur Verschönerung des Ortes und zum kulturellen Leben bei. Wolfgang Schultheiß wünscht sich solch eine Dorfgemeinschaft in allen Ortsteilen.
Er ging in seinem Grußwort auch auf die Dorferneuerung ein. Die Pläne lägen zurzeit dem Amt für ländliche Entwicklung vor. Schultheiß ist sich sicher, dass man bald mit den Arbeiten beginnen könne. Der neue Dorfladen sei schon ein Teil der Dorferneuerung.
Die Versammlung stimmte einer Beitragserhöhung ohne große Diskussion zu. Denn seit 2009 hätten sich die Mitgliedsbeiträge der Dorfgemeinschaft nicht verändert, der Beitrag der Verbände pro Mitglied sei aber gestiegen, erklärte Lorenz. Er wog das Für und Wider der Mitgliedschaft in den Verbänden ab und ging auf die Vorteile für die Mitglieder ein, darunter der Versicherungsschutz und die Vereinshaftpflicht. So bezahlen Einzelmitglieder künftig 15 Euro (vorher 12 Euro), der Partnerbeitrag liegt bei 20 Euro (vorher 18 Euro). Im Punkt Verschiedenes wurden Pflegemaßnahmen an den Obstbäumen in Richtung Schleifenhahn-Weitersberg angeregt. Dies will man zusammen mit der Gemeinde prüfen. Für 25 Jahre Mitgliedschaft in der Dorfgemeinschaft wurden Karin Hofmann, die seit zwölf Jahren das Amt des Beisitzers im Gartenbauverein ausübt, und Rainer Fellisch, eine große Stütze des Marktes und 16 Jahre als Beisitzer im Vorstand des Gartenbauvereins, geehrt.
Für 60 Jahre Mitgliedschaft erhielt Hermann Zarth, der 33 Jahre lang die Protokolle für den Gartenbauverein verfasst und weitere acht Jahre im Vorstand als Beisitzer mitgewirkt hat, eine Urkunde überreicht.
Michael Stelzner