E s ging ganz schnell: Kaum war Steffen Vogel neues Mitglied der CSU-Landtagsfraktion, da wurde ihm auch schon das Du angeboten. Man duzt sich, vom Ministerpräsidenten bis zum Hinterbänkler. Das schafft Nähe.
Szenenwechsel: Bei früheren Wahlkampfveranstaltungen in Haßfurt hat die Bundestagsabgeordnete Dorothee Bär (auch CSU) den früheren Ministerpräsidenten Stoiber und den amtierenden Ministerpräsidenten Seehofer am Mikrofon mit Edmund und Horst angesprochen. Auch wieder Nähe.
Derlei Vertrautheit kommt aber bei Bürgern nicht unbedingt gut an. Man wünscht sich von seinen Abgeordneten mehr Distanz zu den Mächtigen. Das vertrauliche Du suggeriert, der Stimmkreis- oder der Wahlkreisabgeordnete ist keiner mehr aus der Gruppe der Menschen vor Ort, sondern gehört zum Machtkreis in München.