Am Sonntag feierten die Gläubigen der Pfarrei Zeyern zusammen mit Dekan Albert Müller, einem Sohn der Pfarrgemeinde, Kirchweih. Berti Müller, der eigentlich zu dieser Zeit auf einer Pilgerreise im Hl. Land sein wollte, verglich den Weihrauch, der zum Festgottesdienst in der Kirche seinen Duft entfaltete, mit der Kirchweih. So wie der Weihrauch nach oben steige, sollten auch die Gebete zu Gott emporsteigen.

Dem Festgottesdienst schloss sich ein kleines Kirchweihweihkonzert des Musikvereins Zeyern in dem kleinen Park an der Ortsdurchfahrt Zeyern unter Einhaltung der bestehenden Corona-Regeln an.

Am 17. Oktober 1784 wurde die jetzige Kirche St. Leonhard durch Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal eingeweiht und konsekriert. Die Geschichte der Pfarrei reicht jedoch bis in das Jahr 1551 zurück. Zu dieser Zeit stand in Zeyern eine kleine Holzkirche, welche 1553 durch Markgraf Albrecht, genannt Alcibiades, niedergebrannt wurde.

Der Dreißigjährige Krieg brachte das nächste Unglück. Zeyern wurde im Jahre 1632 in Schutt und Asche gelegt. Nur vier Häuser blieben übrig. Der Wiederaufbau der Kirche war durch die Opferbereitschaft der Pfarrgemeinde bereits 1638 wieder vollendet.

Im Jahr 1721 wurde die Kirche unter Fürstbischof Lothar von Schönborn vergrößert. 1732 wurde die Kirche geweiht und im gleichen Jahr durch die Schweden zerstört.

Die Feuersbrunst von 1732

Ein Einwohner namens Kraus schreibt in seinem Zeitbüchlein: "Heute den 17.April 1732 hat uns Gott mit einer großen Feuersbrunst heimgesucht und sind in Zeyern abgebrannt 19 Häuser, 13 Stadel, die Kirche, das Pfarrhaus, die Gemeindeschmiede, der Gemeindestadel, der Turm mit Glocken usw."

Eine Seite weiter scheibt Kraus, dass die Kirche zu Allerheiligen wieder unter Dach war. Sie wurde im gleichen Jahr benediziert. Weiter schreibt Kraus: "Bei dem Bau habe ich gearbeitet: 31/2 Tag Holz geschlaft, 1 Tag Kalk zu den Kalkofen gefahrt, 1 Tag steine geführt, 1 halben Tag lama geführt, 2 Tag Schoolen geführt, Tage Steine geführt, 1 Tag Holz geschlaft und geführt.

Auf Veranlassung von Pfarrer Wagner wurde 1754 die Sakristei angebaut. So konnte die neue Kirche am 17. Oktober 1784 durch Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal feierlich eingeweiht und konsekriert werden. Alle bekamen ein Geschenk. Zusammen entstanden Kosten von 300 Florin (Goldtaler).