von unserer Mitarbeiterin  Elke Pieger

Burgebrach — Zur Sanierung des Sportgeländes in Burgebrach stellte der beauftragte Gutachter Steffen Baumann vom Ingenieurbüro Baumann, München, die Untersuchungsergebnisse des Istzustands sowie die Handlungsempfehlungen dem Marktgemeinderat Burgebrach vor. Näher betrachtet wurden die Laufbahn und die Segmente - die von der Laufbahn eingerahmten Bereiche hinter den Toren - sowie das Rasenspielfeld und der Allwetterplatz.
Im Bereich der Laufbahn, die Schäden und Verschleißerscheinungen aufweist, wurde aus Schürfgruben an verschiedenen Stellen schichtweise das Material entnommen, um so den bestehenden Aufbau beurteilen zu können. Sowohl die Wasserdurchlässigkeit als auch die Tragfähigkeit kann im Wesentlichen als gut eingestuft werden, hieß es. Lediglich im Bereich der Gegengeraden ist unter Verwendung des bestehenden Materials der Aufbau neu herzustellen. Der Kunststoffbelag ist nicht mehr verwendbar und deshalb abzutragen und zu entsorgen. Der Untergrund muss nur bei den genannten schadhaften Stellen neu aufgebaut werden. Die Entwässerungsrinne ist ringsum beschädigt und muss erneuert werden.
Das bestehende Hauptspielfeld neigt bei leichten Niederschlägen zu Oberflächenvernässungen; intensive Regenwurmaktivität und geringe Tiefenverwurzelung sind unter anderem auch Ursachen für eine mangelhafte Flächenstabilität und erhebliche Unebenheiten.
In Untersuchungen wurde festgestellt, dass das Rasenspielfeld über einen sehr gleichmäßigen Aufbau mit einer guten Drainschicht verfügt. Die Rasentragschicht sei konstruktiv sehr gleichmäßig, jedoch verdichtungsempfindlich und nicht wasserdurchlässig. Der Gutachter empfiehlt, die Vegetationsschicht abzutragen, die Spielfeldfläche nachzuplanieren und Sickerschlitze im Abstand von drei Metern mit einer Breite von sechs bis acht Zentimetern einzubauen, um die Wasserdurchlässigkeit zu gewährleisten. Diese werden mit feinkörnigem Material gefüllt und an die Drainage angeschlossen. Im Anschluss ist Sand und Bodenaktivator aufzubringen. Ziel müsse es sein, die Rasenwurzeln in die Tiefe wachsen zu lassen, um so eine Stabilität zu erreichen. Deshalb sollte die Wasserzufuhr im unteren Bereich zur Verfügung stehen und in Trockenperioden weniger gewässert werden.
Zur Wiederherstellung des Rasenfeldes kann aus zwei Varianten gewählt werden: Bei Verlegen von Rollrasen würde das Feld nach vier bis sechs Wochen wieder bespielbar sein. Wird das Spielfeld angesät, kann die Nutzung erst nach zehn Monaten erfolgen. Vorteil wäre, dass die Pflanze gleich im gewohnten Umfeld wachsen könnte und die Kosten um 30 000 bis 40 000 Euro geringer seien als mit Rollrasen.
Eine Entscheidung dahingehend könne später getroffen werden, meinte Bürgermeister Johannes Maciejonczyk (CSU). Das Gutachten habe sich gelohnt, wisse man doch jetzt, dass grundsätzlich sowohl bei der Laufbahn als auch beim Rasenspielfeld ein guter Unterbau der Anlagen vorhanden ist und unter Verwendung vorhandenen Materials eine Sanierung in Angriff genommen werden könne. Auf Grundlage des Gutachtens beauftragte der Marktgemeinderat das Ing.-Büro Höhnen & Partner, Bamberg, mit den weiteren Planungen, insbesondere der Erarbeitung von Sanierungsvarianten auch für den Allwetterplatz und die kompletten Außenanlagen.
Bis Anfang September könne man sich dann den Beginn der Bauarbeiten vorstellen, so der Bürgermeister.