Pinzberg — Zu einem absoluten Höhepunkt entwickelte sich das Adventskonzert in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Pinzberg. Koordiniert hatte es für die einladende Gemeinde Bürgermeister Reinhard Seeber. Pfarrer Michael Gehret begrüßte als Hausherr die vielen Musikgruppen sowie den Liederkranz Pinzberg/Dobenreuth und moderierte die Veranstaltung.
Beeindruckend war die musikalische Vielfalt der Gruppen. Maria Roth an der Orgel leitete ein mit dem Lied "Macht hoch die Tür". Dann durften zunächst die Kinder auf das bevorstehende Fest einstimmen. Die jungen Musiker der Grundschule Pinzberg unter Leitung von Mathilde Götz gefielen mit Beiträgen wie "Weinachten weltweit" mit Gesang und Glockenspiel. Die Flötengruppe der Schule, dirigiert von Sabine Kreuzer und Angela Kormann-Haas, stimmte bekannte Weisen an wie "Weihnachtsstern". Die Jeki-Musikgruppen waren erstmals und vielseitig vertreten. Dazu zählten die Querflötengruppe unter Leitung von Angela Kormann-Haas und die Klarinettengruppe, geleitet von Melanie Göricke. Beide Gruppen vereinigten sich zum Vortrag von "Jingle Bells" und "Lobt Gott, ihr Christen alle gleich". Klangvoll erwies sich die Jeki-Tenor- und Trompetengruppe mit Günther Rippel, als sie "Morgen kommt der Weihnachtsmann" anstimmten.
Ganz still und besinnlich wurde es im Gotteshaus, als Johanna Scherl an der Harfe Stücke wie "Fluss und Meer" von Christoph Pampuch intonierte. Scherl zählt längst zu den geschätzten Musikerinnen dieses Konzerts. Mit einem anspruchsvollen Arrangement für Oboe und Violine wagten sich die Geschwister Arneth an Beiträge wie "Siciliano" von Giovanni Battista Pergolesi.
Als eine glückliche Lösung zeigte sich einmal mehr der gemeinsame Auftritt von Liederkranz Pinzberg und Dobenreuth, dirigiert von Aleksander Ezhelev. Mit klassischen Liedern, darunter "Vom Himmel hoch, da komm ich her" oder "Es ist ein Ros entsprungen" kündeten sie vom nahenden Weihnachtsfest. Kilian Eger entführte mit seinen Pinzberger Haderlumpen die Zuhörer in Kompositionen der Gegenwart. Ihr mächtiges, lebhaftes "All I want for Christmas is you" von der Empore verleitete manchen Zuhörer zum leichten rhythmischen Mitgehen. Pfarrer Gehret leitete jeweils über zu den Liederblöcken. Dazu gehörten besinnliche Weisen wie das allseits bekannte Gedicht "Weihnachten - Markt und Straßen sind verlassen" von Joseph von Eichendorff.


Unvergleichliches Solo

Den Höhepunkt bildete das "Ave Maria" von Franz Schubert mit dem unvergleichlichen Solo, vorgetragen von Elena Belakova, begleitet an der Orgel von Alexander Ezhelev. Bürgermeister Seeber dankte den Mitwirkenden für ein gelungenes Konzert und verwies auf den aufliegenden Jahreskalender der Gemeinde, den wieder Simona Giuliano zusammengestellt hat. Er ist für 5 Euro zu erwerben. Der Erlös fließt einem sozialen Zweck in der Gemeinde zu.