Veronika Schadeck Recht zügig verlief am Montagabend in der Turn- und Festhalle die Tettauer Marktgemeinderatssitzung. Ein Thema war die Grundschule Tettau. Bei dieser Bildungseinrichtung soll die digitale Infrastruktur in den Herbstferien ausgebaut werden. Ein entsprechender Fördermittelbescheid über Bundesmittel in Höhe von 20 848 Euro liegt bereits vor.

Das Gremium gab grünes Licht für die Anschaffung von zwei Smartboards einschließlich Dokumentenkamera für zwei weitere Klassenzimmer. Außerdem soll das Lehrerzimmer mit zwei Arbeitsplatzrechnern ausgestattet werden. Zudem erhält die Schule noch einen Beamer und acht mobile Endgeräte mit Laptopwagen. Die Gesamtinvestitionen liegen bei 23 231 Euro. Das Vorhaben wurde ohne Gegenstimme befürwortet. Bürgermeister Peter Ebertsch (BFT) wies darauf hin, dass Glasfaserkabel bereits bis in die Schule verlegt wurden. "Wir sind nun mit der Schule auf dem Stand der Technik."

"Bufdi" für die Grundschule

Des Weiteren freuten sich der Bürgermeister und der Gemeinderat über die Bewilligung ihres Antrags auf Anerkennung als Einsatzstelle im Bundesfreiwilligendienst durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Demnach wird aller Wahrscheinlichkeit nach bereits im Oktober 2020 ein sogenannter "Bufdi" die Lehrkräfte an der Grundschule Tettau unterstützen. Dazu zählen beispielsweise die Mithilfe für die Betreuung von Einzelschülern, die Mithilfe bei der Bewältigung von schulischen Aufgaben, Beaufsichtigung von Schülern oder die Betreuung bei den Hausaufgaben. Die entsprechende Personalie soll demnächst geklärt werden.

Bezüglich des Projekts "Am Berg 6" in Langenau stimmte das Gremium für das Honorarangebot von HTS-Plan in Kronach für die Leistungsphasen 1 bis 4. Ebenso erhielt die Firma den Auftrag für die Planungsleistungen des Objektes "Am Berg 14" für die Leistungsphasen 1 bis 4.

Wie Ebertsch erklärte, dränge bei diesen beiden Projekten wegen des Auslaufens der Förderoffensive Nordostbayern die Zeit. Er wies darauf hin, dass beim "Berg 6" die Kosten mit etwa 100 000 Euro und beim "Berg 14" mit rund 150 000 Euro geschätzt werden. Diese Schätzungen beinhalten jedoch keine Abbruchkosten der Gebäude.

Beschlüsse bekanntgegeben

Am Anfang der Sitzung berichtete Ebertsch über die Beschlüsse der letzten nichtöffentlichen Marktgemeinderatssitzung vom 27. Juli. Demnach beschloss das Gremium für den Austausch des Harken-Umlaufrechens, der Waschpresse sowie der dazugehörigen elektrischen Schalt- und Steueranlage bei der Kläranlage Sattelgrund, das Angebot der Berchinger Firma Huber SE zu einem Gesamtbruttopreis in Höhe von 79 692 Euro, abzüglich fünf Prozent Kundenrabatt, anzunehmen. Die Oberköditzer Firma Seitec GmbH wurde mit der Einbindung dieser Teile in das Prozessleitsystem der Kläranlage beauftragt.

Ein großer Dank ging an die "Helfer vor Ort", an die Rettungskräfte und an die Feuerwehren in seiner Gemeinde, die bei den letzten beiden Großbränden bei Gerresheimer Tettau und dem "Wildberg" nicht nur ihr Können und ihr Know-how unter Beweis stellten, sondern mit ihrem Einsatz auch schlimmeres verhinderten. Der Bürgermeister erinnerte auch an die Diskussionen vor einigen Jahren, als es um die Finanzierung der Drehleiter der Feuerwehr Tettau ging. Mit dieser wurden nun vor wenigen Wochen Menschenleben gerettet.

Abschließend wies Ebertsch darauf hin, dass das "Halteverbot" am Rathaus nicht für die gesamte Straße gedacht sei, sondern sich nur auf zwei Parkplätze vor dem Gebäude bezieht.

Einstimmig befürwortet wurde zudem der Bauantrag für den Neubau eines Wohnhauses mit Garage in Kleintettau, Bergstraße 31. Hier freute sich Ebertsch über Neubürger, die sich im Gemeindegebiet eine Existenz schaffen wollen, dafür bestehende Immobilien erwerben und somit auch die Dörfer innerorts beleben. Tettau sei zwar nicht München, aber: "Bei uns gibt es alles". In diesem Zusammenhang erwähnte er etwa die Nahversorgung, die Arbeitsplätze sowie die ärztliche Versorgung.