katharina müller-sanke

Die Region ist im Festspielfieber. Egal ob in Bayreuth oder auch in Thurnau. Dort gehen die Thurnauer Schlossfestspiele am Freitag in eine neue Runde. Nico Jilka und Wolfgang Krebs als Regisseur und Intendant des Schlosstheaters haben in dieser Woche nochmal richtig rangeklotzt. Schließlich weiß man ja nicht, wie das Wetter wird. Im Unteren Schlosshof ist daher eine große Bühne aufgebaut - höher als in den letzten beiden Jahren, damit man auch von den hinteren Rängen aus etwas sehen kann. Die Bühne ist ähnlich wie eine Terrasse aufgebaut. Hier wird das diesjährige Stück bei schönem Wetter gespielt. Sollte es regnerisch werden, gibt es eine Ausweichmöglichkeit im Ahnensaal. Auch hier ist bereits bestuhlt und die Bühne aufgebaut. Das Theater ist damit für alle Eventualitäten gerüstet.
Bereits zum dritten Mal wird im unteren Schlosshof Theater vom Feinsten im Rahmen der Schlossfestspiele geboten. Nach einem Klassiker und einer Persiflage auf einen Klassiker in den letzten Jahren wird in diesem Jahr ein eindeutig modernes Stück bei den Schlossfestspielen dargeboten: "Der Vorname". Im Stück geht es um Vincent, erfolgreicher Immobilienmakler, der an diesem Abend zu Gast bei seiner Schwester Elisabeth und deren Mann Pierre ist. Um für etwas Stimmung zu sorgen, enthüllt Vincent, dem die Runde zu friedlich ist, den geplanten Vornamen seines noch ungeborenen Sohnes: Adolphe. Natürlich mit phe und nicht mit f . Doch dieser feine Unterschied interessiert bald niemanden mehr. Die Debatte um die Frage, ob man seinem Kind den Vornamen geben darf, den auch Hitler trug, ist nur eine der hitzigen Diskussionen an diesem Abend. Die Anwesenden sind entsetzt, die Toleranzgrenzen überschritten und die gepflegte Konversation läuft gewaltig aus dem Ruder. "Der Vorname" ist eine der aktuell erfol greichsten Komödien auf deutschen Bühnen.


Die Termine

Die Premiere am Freitag ist schon ausverkauft. Die weiteren Aufführungen finden am 6., 12., 13. August um 20 Uhr und 7., 14. August um 19 Uhr statt.