Marshall ist ein kastrierter Podenco-Rüde, der 45 bis 50 Zentimeter groß ist. Er sucht im Frankenwald ein schönes Zuhause, denn sein Start ins Leben war alles andere als schön.
Im März 2017 stand eine Frau vor dem Tor des spanischen Partner-Tierheims Albolote/Granada. Sie hatte drei Welpen auf dem Arm - einer mochte gerade acht Wochen alt sein, die beiden anderen (Marshall und sein Bruder Zuma) waren noch so klein, dass sie noch nicht einmal von der Mutter entwöhnt waren.
Kaltschnäuzig kündigte die Besitzerin der Welpen an, dass sie die Babys im nächsten Abwasserkanal ertränken würde, falls die spanischen Tierschützer sie nicht aufnehmen würden. Mit diesen Worten drückte sie dem Tierpfleger, der ihr die Tür aufgemacht hatte, die drei Kleinen in die Hände und verschwand.


Zuerst auf einer Pfegestelle

Da solche Zwerge natürlich ganz besonders viel Pflege und Fürsorge brauchen, wurde eine Pflegestelle für Marshall und seinen Bruder gefunden. Dort wurden die beiden liebevoll mit der Flasche aufgezogen und konnten schon ein paar Basics für das Leben als Familienhund lernen.
Als Marshall und Zuma aus dem Gröbsten heraus waren, mussten sie leider ins Tierheim Albolote/Granada umziehen. Von dort aus startete zumindest nun Marshall seine Reise ins Tierheim Kronach. Das Tierheimteam hat die große Hoffnung, für dieses bildschöne reinweiße Kerlchen ein Zuhause zu finden.


Marshall liebt Menschen

Marshall ist ein absolut zutraulicher, freundlicher und offener Hundebub. Er geht aufgeschlossen auf alle Menschen zu, zeigt keinerlei Angst und möchte gern Freundschaft schließen. Wenn er im Tierheim zum Gassigehen nach draußen gebracht wird, begrüßt er seine Ausführer begeistert: Seine Augen leuchten dann vor Freude und sein Schwanz ist fleißig am Rotieren. Marshall ist sehr menschenbezogen, anhänglich und übrigens auch sehr verschmust.
Auch mit Kindern kommt er prima aus. In seiner früheren Pflegefamilie lebte ein kleines Mädchen, mit dem er sich sehr gut verstanden hat.
Was seine Hundekumpels betrifft, kann er gegenüber Rüden manchmal etwas zickig sein. Er sollte daher besser als Einzelhund oder mit einer Hündin zusammen gehalten werden. Dafür versteht er sich aber mit Katzen, da er in seiner Pflegefamilie mit einer Katze zusammengelebt hat.
Marshall ist natürlich noch sehr jung, ja fast noch ein Welpe. Wie jeder Hund in seinem Alter ist er sehr lebhaft, aktiv, verspielt, temperamentvoll, neugierig und für jeden Spaß zu haben. Gleichzeitig kuschelt er sich aber auch gern gemütlich in ein Körbchen und schläft oder lässt sich genüsslich streicheln.
Zwar hat Marshall die grundlegendsten Basics wie Stubenreinheit, Mitfahren-im-Auto und Benimm-im-Haus schon in seiner Pflegestelle gelernt, aber Kommandos kennt er zum Beispiel noch gar nicht. Seine neuen Menschen müssen daher schon noch viel Zeit und Geduld ins Training stecken.
Marshall ist also definitiv kein "Nebenbei-Hund", der sich von alleine erzieht. Er braucht Menschen, die ihm klar Grenzen vorgeben, an denen er sich orientieren kann und die ihm Sicherheit geben. Auch wenn er im Grund ein durch und durch lieber und unkomplizierter Hund ist, hat er doch auch manchmal eine große Klappe (er verbellt zum Beispiel gern mal Leute, die sein Revier betreten) und probiert aus, wie weit er gehen kann. Dann muss er liebevoll, aber bestimmt und konsequent in seine Schranken gewiesen werden.


Ein Freund fürs Leben

Wen die Herausforderung eines temperamentvollen Junghundes nicht abschreckt, der bekommt einen lebhaften und fröhlichen Hund, dem die Hundewelt komplett offen steht und der alles lernen kann und will. Marshall wird mit seiner Familie durch dick und dünn gehen, den Kindern ein lieber Spielgefährte und ein treuer Kumpel sein.
Kennenlernen kann man Marshall und seine haarigen Kumpels im Tierheim des Tierschutzvereins Kronach, Ottenhof 2 in 96317 Kronach, geöffnet ist außer montags immer von 14 bis 16 Uhr. Bei Fragen Tel. 09261/20111 oder E-Mail an tsvkc@gmx.de sowie www.tierheim-kronach.de. red