Den Bedürfnissen der Bürger kann der öffentliche Personenverkehr (ÖPNV) nur gerecht werden, wenn er stets weiterentwickelt wird. Bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Mobilität informierte ÖPNV-Beauftragte Marita Nehring über den aktuellen Stand der Entwicklung.

Flexibilität soll im Landkreis vor allem durch die Kombination von festen Linien mit Rufbusverkehren erreicht werden. Dabei ergibt sich aus der Neustrukturierung der Linie 8306 (Coburg, Grub am Forst, Ebersdorf, Sonnefeld, Kronach) ein Anpassungsbedarf für den Rufbus 8309.1, der nun auch Forsthub und drei weitere Haltestellen anfährt.

Einen weiteren Rufbusbedarf gibt es laut Marita Nehring in der Gemeinde Itzgrund. Hier kann am Vormittag an die Linien nach Bamberg angeknüpft werden. Weil das am Nachmittag nicht möglich ist, wird so bald wie möglich ein Rufbus mit vier Fahrten eingerichtet, so Nehring. Er soll die Busanschlüsse aus Bamberg in Lahm aufnehmen und die Ortsteile im Itzgrund bedienen.

Handlungsbedarf sieht Marita Nehring auch in Lautertal. Dort sei das aktuelle Angebot unübersichtlich, das sich aus der Mischung von durchgehenden Fahrten und der Verknüpfung des Stadtbusses mit dem Rufbus ergibt. Aktuell werde daher ein Vorschlag erarbeitet, die direkten Verbindungen mit dem Standardlinienbus nur noch für die Schülerverkehrszeiten anzubieten und die sonstigen Zeiten auf eine stündliche Stadtbusanbindung mit einer festen Kleinbusleistung in Oberlauter umzustellen. Dabei wird auch die Verlängerung bis Eisfeld geprüft, für die eine Anfrage aus der Gemeinde Lautertal vorliege. Eine tägliche Anbindung nach Eisfeld würde Mehrkosten von rund 75 000 Euro erforderlich machen, so Nehring. Gibt es die Verlängerung nur an Werktagen, lägen die Mehrkosten bei etwa 58 000 Euro.

Bereits im vergangenen Jahr gab es eine gemeinsame Aktion von Stadt und Landkreis, bei der die Bürger an den Samstagen in der Adventszeit den ÖPNV kostenfrei nutzen durften. Nun ist geplant, dass die Stadt und die SÜC Aquaria GmbH das Angebot erneut bereitstellen und sogar auf alle Samstage ab Oktober und bis einschließlich Dezember ausweiten.

Eine erneute Beteiligung des Landkreises an diesem Angebot soll als positives Signal für den ÖPNV und das Klima gewertet werden, so die Sitzungsvorlage für die Ausschussmitglieder. Die Bürger sollen ermutigt werden, das Auto stehen zu lassen und auf den Bus umzusteigen. Die Fahrgeldeinnahmen für den Landkreis werden sich um etwa 5000 Euro verringern.