Am morgigen Sonntag, 26. November, findet um 17 Uhr in der Auferstehungskirche Fürth das festliche Abschlusskonzert der 54. Fürther Kirchenmusiktage (Thema: Reibungsfläche Reformation) statt. In diesem prominenten Rahmen wird das neueste Opus des bereits mehrfach preisgekrönten Kulmbacher Komponisten Lorenz Trottmann uraufgeführt: ein Orchesterlied mit dem geheimnisvollen Titel "Glasbild mit Steinen".
Darin schildern Trottmann und sein Textdichter Michael Herrschel mit spannenden Klangfarben und Sprachbildern eine Szene aus dem Leben von Katharina von Bora: Als frischgebackene "Lutherin" findet sie sich in einem "gläsernen Pfarrhaus" wieder, wo sie von allerlei neugierigen Blicken verfolgt wird. Aber sie reagiert mit Humor darauf. "Unter anderem erschreckt sie Luther damit, dass sie auf den Fingern pfeifen kann - man hört es deutlich in der Piccoloflöte", verrät Trottmann.
Und das ist nur eine von vielen raffinierten Überraschungen und Pointen, die sein Stück bietet. Den Gesangspart in der Uraufführung übernimmt die Sopranistin Laura Demjan vom Staatstheater Nürnberg. Es spielt das Farrenc Ensemble unter Leitung von Sirka Schwartz-Uppendieck (Klavier) und Bernd Müller (Dirigent).