Der CVJM Rentweinsdorf richtet den Blick im Jubiläumsjahr nach vorne

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"Wir haben viel vor." Mit diesen Worten leitete Martin Lang seinen Bericht in der Mitgliederversammlung des CVJM Rentweinsdorf-Ebern am Freitag ein. Konkret...

"Wir haben viel vor." Mit diesen Worten leitete Martin Lang seinen Bericht in der Mitgliederversammlung des CVJM Rentweinsdorf-Ebern am Freitag ein. Konkret hatte der Vorsitzende das Jubiläum im Blick: Mit mehreren Veranstaltungen feiert der Verein sein 50-jähriges Bestehen.
Bei diesen Events geht es dem CVJM nicht um Bauchnabelschau. "Es ist uns wichtig, dass wir was weitersagen vom Glauben", betonte Lang. Daher beteilige man sich an der Jugendevangelisation "Jesushouse" vom 21. bis 25. März in der Rathaushalle Ebern. Rund um die Übertragung der zentralen Veranstaltung aus Schwäbisch Gmünd wird ein örtliches Vorprogramm geboten.
Weiter geht's mit dem Jubiläumsgottesdienst am Sonntag, 25. Juni, im Garten des CVJM-Hauses. Michael Götz, Generalsekretär des CVJM-Landesverbandes Bayern, hat sein Kommen zugesagt und wird die Festpredigt halten. Mittagessen und Festnachmittag schließen sich an den Gottesdienst an, so die Planung. Als nächstes steht der Tag der Vereine am 10. September in Ebern auf der Agenda, als eine Möglichkeit, den CVJM-Rentweinsdorf-Ebern zu präsentieren. Und für 14. Oktober schließlich ist ein Filmabend in der Aula der Förderschule vorgesehen.


Radtour und Zeltlager

Bei den wiederkehrenden Angeboten wies Martin Lang unter anderem auf die Radtour nach Bobengrün über Pfingsten hin. Zu den Sprechern bei der Großveranstaltung im Frankenwald gehört dieses Jahr wieder einmal Peter Hahne. Das Jungscharzeltlager zu Beginn der Sommerferien wird diesmal unweit von Bayreuth aufgeschlagen, genauer gesagt in Altenplos bei Neudrossenfeld. Weitere Freizeiten nicht nur im Sommer bietet der CVJM Bayern an.
Von den Gruppen unter dem Dach des CVJM Rentweinsdorf-Ebern erfreut sich der Männerabend besonders guter Resonanz. 40 Interessierte waren es beim Treffen im Januar mit Michael Stahl gewesen. Zum nächsten Männerabend am 28. März wird Profiboxer Alexander Dimitrenko als Referent erwartet.
"Ein gewisser Handlungsbedarf", so Martin Lang, ergibt sich aus der Mitgliederstatistik der letzten Jahre: die Kurve geht insgesamt zwar nur leicht nach unten, doch der Anteil der Erwachsenen überwiegt deutlich. Aktuell sind von 123 Mitgliedern lediglich jeweils fünf im Teenageralter (14 bis 17 Jahre) und im Jungschar-Alter (9 bis 13 Jahre). "Wenn wir weiterhin junge Leute ansprechen wollen, müssen wir uns was überlegen", sagte der Vorsitzende. Das Nachwuchsproblem unterstrich der Umstand, dass bei der Zusammenkunft im CVJM-Haus in Rentweinsdorf mangels Interessenten weder neue Mitglieder aufgenommen noch tätige Mitarbeiter oder Helfer ernannt werden konnten.
Neue Impulse erhoffen sich die Verantwortlichen von der Projektstelle Jugendarbeit. Hier will der Verein die Initiative des CVJM Altenstein unterstützen und zusammen mit der Kirchengemeinde Ebern 15 Stunden der 40-Stunden-Stelle finanzieren, und das als CVJM Ebern. "Wir wollen bewusst nicht in Konkurrenz treten zur hauptamtlichen Jugendarbeit der Kirchengemeinde Rentweinsdorf", betonte Lang. Schließlich gebe es im Raum Rentweinsdorf keine unbegrenzte Zahl an Jugendlichen. "Aber für Ebern haben wir den Bedarf gesehen", so der Vorsitzende. Wichtig sei jetzt, Spender zu finden, die regelmäßig einen gewissen Geldbetrag aufbringen.


Keine Kapazitäten für Flüchtlinge

In der Projektstelle, für die derzeit noch die Bewerbungsphase läuft, sieht Martin Lang eine Chance. Denn es sei immer schwerer, zum einen an junge Leute heranzukommen, zum anderen ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden. Zudem verwies er auf die positive Wirkung, die sich seinerzeit aus der Anstellung von Kornelius Kelber ergeben hatte und die auch in der Mitgliederstatistik sichtbar geworden war. "Wir sollten das wagen", sagte der Vorsitzende über die Unterstützung der Projektstelle, "ich denke, es wird eine gute Sache."
Eine Daueraufgabe bleibt der Unterhalt des Vereinsdomizils. Auch heuer stehen unter anderem Renovierungsarbeiten an. Da trifft es sich gut, dass im abgelaufenen Jahr ein Plus erwirtschaftet worden war, nicht zuletzt dank der Bücherstube und der gut angenommenen Vermietung des CVJM-Hauses.
Unter dem Punkt "Sonstiges" ging es neben der Finanzierung der Projektstelle um die Frage, ob sich der CVJM Rentweinsdorf-Ebern an der Arbeit mit Flüchtlingen beteiligt. "Dazu fehlen uns die Kapazitäten", sagte Vorsitzender Lang. red