Offiziell vorgestellt und herzlich willkommen geheißen wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Bischberg die neue Rektorin der Grund- und Mittelschule Bischberg, Alexandra Kappauf. Die neue Schulleiterin war zuvor stellvertretende Schulleiterin der Grund- und Mittelschule in Hirschaid gewesen. Sie warb für den attraktiven Schulstandort Bischberg und will sich in ihrer zukünftigen Arbeit insbesondere für Transparenz, Kommunikation und Zusammenarbeit einsetzen.

Dass die neue Rektorin mit ihrem Amtsantritt auch gleichzeitig eine riesige Baustelle erwartet, war wohl sowohl für sie als auch den Gemeinderat überraschend. Denn im Rahmen der Teilsanierung der Mittelschule Bischberg wurde beim Entfernen der Dachsanierung und der Dämmung am Dach der Turnhalle ein nicht vorhersehbares Schadensbild festgestellt. Das Trapezblech in diesem Zwischenbereich präsentierte sich als so stark beschädigt und korrodiert, dass die abgehängte Decke vom Architekten als einsturzgefährdet eingestuft wurde. Die Verwaltung untersagte jegliche Hallennutzung.

Wegen der Gefahr im Verzug ergriff Bürgermeister Michael Dütsch (BI) als dringliche Geschäfte verschiedene Maßnahmen, wie das Öffnen der Hallendecke, die statische Untersuchung der Dachkonstruktion sowie die Sanierungsplanung der Hallendecke. Der Gemeinderat stimmte nachträglich einstimmig diesen Maßnahmen zu. Die Ergebnisse sollen dem Rat wenn möglich in der nächsten Sitzung vorgestellt werden. Ohne Turnhallendach über dem Kopf sind damit die Vereine von Bischberg und die Mittelschule, die teilweise die Turnhalle der Grundschule mitbenutzen kann.

Millionenprojekt in Weipelsdorf

Ein eigenes Dorfgemeinschaftshaus will der Bischberger Gemeindeteil Weipelsdorf haben. Um dies zu verwirklichen, wurde planerisch eine Kombination aus Dorfgemeinschaftshaus und Feuerwehrhaus vorangetrieben. Architekt Peter Jungkunst stellte den nun fortgeschrittenen Planungsstand mit einer aktuellen Kostenschätzung vor. Die Verwaltung nahm auch bereits Kontakt zur Regierung von Oberfranken und zum Amt für ländliche Entwicklung wegen Fördermöglichkeiten auf.

Mit Hand anlegen will auch die Dorfgemeinschaft Weipelsdorf: Sie will sich an den Rohbauarbeiten, den Zimmerarbeiten und Elektroinstallationsarbeiten beteiligen. Wie eine Beteiligung der Dorfgemeinschaft versicherungstechnisch und gewährleistungsmäßig aussehen muss, wäre noch zu erörtern.

Dorf- und Feuerwehrhaus würden auf einer Grundfläche von 289 Quadratmetern entstehen. In ihr enthalten sind Gemeinschaftsräume, Funktions- und Mannschaftsräume, die Gerätehalle und Sanitärräume. Nicht ganz billig wird diese Investition für die rund 250 Weipelsdorfer inklusive der Feuerwehr: Gut 700 000 Euro wird das reine Gebäude kosten, hinzu kommen Gelder für die Außenanlagen mit Spielplatz, die Inneneinrichtung und Nebenkosten. Damit summiert sich das Gesamtprojekt auf rund eine Million Euro, wobei sich die Gemeinde Bischberg eine stattliche Förderung erhofft.

Mehr Gewerbegebiete

Dringend neue Gewerbegebiete wünscht sich die CSU-Fraktion im Gemeinderat und stellte durch Tobias Knoblach den Antrag, solche neuen Gebiete zu erschließen. Damit rannte er bei Bürgermeister Dütsch zwar offene Türen ein, dieser gab aber zu bedenken, dass Bischberg aufgrund seiner topografischen Lage mit dem Main als natürliche Grenze und der "Hügellandschaft" auf der anderen Seite nur begrenzte Möglichkeiten habe. Die hohen Grundstückspreise in Bischberg beeinflussten auch die Preisvorstellungen der Eigentümer potenzieller Gewerbegrundstücke mit der Folge, dass die Grundstückspreise für Gewerbetreibende unwirtschaftlich wären. Das Gremium beauftragte den Bürgermeister dennoch einstimmig, erneut Verhandlungen mit Grundstückseigentümern aufzunehmen. Parallel soll ein Ingenieurbüro beauftragt werden, geeignete Grundstücke im Gemeindegebiet für die Ausweisung eines Gewerbegebiets zu ermitteln.

Ebenso einstimmig verabschiedete der Rat eine neue Hundesteuersatzung, die landesweit gelten soll und gegenüber der ursprünglichen Satzung nur wenige kleine Änderungen enthält. Was die rund 400 Hundebesitzer in Bischberg am meisten interessieren wird: An den Gebühren ändert sich nichts. Danach kostet der Ersthund 50 Euro, Zweit- und weitere Hunde 75 Euro und ein registrierter Kampfhund stolze 500 Euro.