Wie in ganz Deutschland findet auch in Adelsdorf in diesem Jahr der Weihnachtsmarkt, die Schlossweihnacht, coronabedingt nicht statt. Seit 1992 gibt es im Ort schon einen Weihnachtsmarkt. Am ersten Adventssonntag hatte damals die Frauengruppe der SPD auf dem Marktplatz eingeladen.

2008 besuchte das Christkind, damals Christkind Julia, zum ersten Mal den Weihnachtsmarkt. Es rollte noch mit der Kutsche, gezogen von zwei Schimmeln und vom Weihnachtsmann auf dem Kutschbock gelenkt, in den Schlosspark ein. 2014 wurde dann aus dem Weihnachtsmarkt ganz passend die "Schlossweihnacht". Im stimmungsvollen Ambiente des Schlossgartens luden Buden mit allerlei Tand zum Schauen, Kosten, Kaufen und Verweilen ein.

In diesem Jahr ist alles anders. Der Schlosspark liegt still und verwaist da. Kein Budenzauber, kein Glühwein, keine Bratwürste, keine vorweihnachtliche Stimmung. Heuer ist Vera zum dritten Mal das Christkind. Aber da kein Weihnachtsmarkt stattfinden kann, hat sie mit ihren zwei Engelchen Aimie und Lisa fast gar nichts zu tun. Alle Besuche bei Vereinen, in Kindergärten und im Seniotel sind natürlich gestrichen.

Nun kam Christkind Vera aber zusammen mit Yvonne Windischmann von der Schlossstiftung Adelsdorf auf eine gute Idee: "Wir wollen trotz allem oder gerade bewusst den Adelsdorfer Familien etwas Advents- und Weihnachtsstimmung nach Hause schicken!"

Im Schloss Adelsdorf wurden kurzerhand vier unterschiedliche kurze Filme gedreht, die an den vier Adventswochenenden ausgestrahlt werden. Christkind Vera, aber auch Engel Aimie lesen Geschichten vor, genauso wie ein besonderer Gast. Mehr wird noch nicht verraten. Die vier Filme werden über YouTube, die Homepage der Gemeinde und in den entsprechenden Facebookgruppen an den vier Adventswochenenden ausgestrahlt.

Einen ganz großen Wunsch hat das Christkind mit seinen Engelchen noch: "Haltet euch bitte alle an die AHA-Regeln, damit wir nächstes Jahr wieder in gewohnter Weise unsere schöne, stimmungsvolle Schlossweihnacht begehen können!"