Vor dem Start in die Rückrunde der Basketball-Champions-League steht Brose Bamberg als Tabellenvierter der Gruppe C auf dem letzten Platz, der zum Einzug in die Play-offs berechtigt. Diesen zu verteidigen, ist das Minimalziel für den Bundesliga-Vierten in den noch verbleibenden sieben Gruppenspielen, in denen er viermal Heimrecht genießt. Mit ERA Nymburk empfangen die Bamberger heute (20 Uhr) ein Team, gegen das sie im Hinspiel eine empfindliche Niederlage einstecken mussten.

Das überraschend klare 71:91 am 16. Oktober in Prag war die bislang höchste Pleite der Brose-Basketballer in der Champions League überhaupt. "Viel motivieren brauche ich meine Mannschaft nicht. Wir sind Sportler, daher hat uns die Niederlage dort sehr wehgetan. Die wollen wir definitiv wettmachen", kündigte Brose-Trainer Roel Moors an. Jaromir Bohacik mit 24 und Dejshuan Booker 18 Punkten führten die Tschechen zum Sieg. Beide sind derzeit aber verletzt, ihr Einsatz heute Abend ist fraglich. Ivan Almeida, der im Hinspiel neun Punkte erzielte, ist definitiv nicht mehr dabei. Der Mann von den Kapverden hat Nymburk in der vergangenen Woche auf eigenen Wunsch verlassen.

Auch ohne dieses Trio gewann der tschechische Serienmeister am Wochenende in der heimischen Liga beim vom ehemaligen Bamberger Coach Ken Scalabroni betreuten Tabellenvierten BK Pardubice ungefährdet mit 81:65. Es war der 15. Sieg im 15. Spiel.

Auch in der Champions League läuft für die Tschechen alles nach Plan. Zwar verloren sie in der vergangenen Woche ohne Bohacic in Peristeri, doch das 65:75 in Griechenland war erst die zweite Niederlage. Zuvor hatte Nymburk nur gegen den bis dato unbesiegten Spitzenreiter Iberostar Teneriffa den Kürzeren gezogen (68:78). Mit fünf Siegen, einem mehr als die Bamberger, liegen die Tschechen überraschend auf Rang 2 in der Gruppe C.

Kameron Taylor fehlt weiterhin

Die Oberfranken, die weiterhin auf den an der rechten Schulter verletzten Kameron Taylor verzichten müssen, waren am Wochenende in der Bundesliga spielfrei. Damit hatten sie nach der Niederlage auf Teneriffa - es war die wettbewerbsübergreifend dritte in Folge - eine Woche Zeit, sich auf den Rückrundenstart in der Champions League vorzubereiten. "Ein paar Trainingstage mehr sind immer gut. Man hat Zeit, sich auf die Details zu konzentrieren", meinte Moors.

Gegen die Tschechen muss sein Team unter dem eigenen Korb auf der Hut sein, denn mit 14,9 Offensivrebounds im Schnitt sind sie in dieser Kategorie das beste Team in der Champions League. Zudem stellt ERA Nymburk mit Center Zach Hankins den besten Shotblocker (2,1).