Der FC Altenkunstadt will aus dem Bootshaus, das vor zwei Jahren bei einem Brand beschädigt worden war, einen attraktiven Anlaufpunkt für Sportler und Besucher machen. "Ein Gebäude, auf das Altenkunstadt stolz sein kann", sagte zweiter Vorsitzender Johannes Oppel bei der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstagabend in der Altenkunstadter Grundschulturnhalle.

Dabei hatte er nicht nur das eigentliche Bootshaus im Blick, sondern auch das Gebäude, das sich an den hinteren Teil des ehemaligen Gasthauses anschließt und bei dem Brand nicht beschädigt worden war. Denn auch hier liegt für den Redner einiges im Argen. Der Sportverein nutzt das Haus zusammen mit der Wasserwacht und dem Geflügelzuchtverein. Oppel stellte ein Konzept für den gesamten Gebäudekomplex vor, das auf Planungen des Mainecker Planers Gunther Czepera aufbaut. Es fand viel Anklang im Gremium.

Keine Konkurrenz für Gastronome

Als suboptimal bezeichnete er die Situation in dem von den Sportlern genutzten Bereich. "Die Umkleidekabinen sind zu klein und die Elektroheizung ist veraltet", sagte Oppel. Für die Sanierung des Sportbereiches gebe es eine Förderung vom Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) in Höhe von 45 Prozent. Im eigentlichen Bootshaus sollen Gaststube und Küche saniert und ein Kühlraum geschaffen werden. Neben einem Damen- und einem Herren-WC wird es auch eine Behindertentoilette geben.

Oppel betonte, dass das Bootshaus keine Konkurrenz zur heimischen Gastronomie sein soll. Die Gesamtkosten bezifferte er auf rund 220 000 Euro. "Diese könnten aus Versicherungsmitteln, über Eigenleistung seitens des Fußballvereins und dem BLSV-Zuschuss finanziert werden", ergänzte Bürgermeister Robert Hümmer (CSU). "Besteht die Gefahr, dass sich die Planungen auf die Städtebauförderung förderschädlich auswirken und das Bootshaus aus dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept fällt?", wollte Georg Deuerling wissen. Sowohl Hümmer als auch Geschäftsstellenleiter Alexander Pfaff zerstreuten die Bedenken.

Dorferneuerung in Baiersdorf

Wer aus Richtung Maineck oder Altenkunstadt nach Baiersdorf fährt, der könnte zukünftig von einem malerischen Baumtor begrüßt werden. Selbiges dient nicht nur der Ortsverschönerung, sondern hat auch einen ganz anderen Grund. "Damit beruhigen wir den Verkehr", sagte Miriam Reichelt. Die Naturschutz- und Landschaftsplanerin von der Planungsgruppe Strunz aus Bayreuth, die auch Ingenieurin ist, stellte dem Gemeinderat einen Vorentwurf für die Dorferneuerung des Ortsteiles Baiersdorf vor. Darin vorgesehen sind die beiden Baumtore. In der Altenkunstadter Straße soll neben dem Baumtor eine Querungshilfe errichtet werden. Karlheinz Hofmann (SPD) regte an, diese unweit des neuen Baugebietes zu bauen. In die Dorfmitte soll wieder Leben einziehen. "Die alte Scheune könnte saniert und zu einem Gemeindehaus mit Tanzboden und Grünfläche für Feste, Märkte und andere Veranstaltungen umgebaut werden", erklärte Reichelt. Verschiedene Asphaltformen sollen den Autofahrern anzeigen, dass es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich handelt. Auch die Schaffung einer fußläufigen Verbindung vom zukünftigen Gemeindehaus zur "Waschbläu" ist in den Planungen vorgesehen, ebenso eine Querungshilfe zur Kirche.

Eine Dorflinde soll in die Mitte

Ein Schmankerl wäre für die Referentin die Pflanzung einer Dorflinde in der Ortsmitte. Angedacht ist auch, den Wanderparkplatz zu erweitern und den Spielplatz in der Forststraße zum Wald und zum Bach hin zu erweitern. Auch auf gute fußläufige Verbindungen im gesamten Bereich von Baiersdorf wird in dem Konzept großen Wert gelegt. Es wurde einstimmig genehmigt. Im nächsten Schritt wird es dem Amt für Ländliche Entwicklung als Kooperations- und Förderpartner vorgestellt, um das Dorferneuerungsverfahren einleiten zu können.