Katharina Müller-Sanke

Die Mädchen tragen fesche Dirndl und haben sich mit bunten Blumen geschmückt, die Jungs sind ebenfalls hübsch hergerichtet und schwingen eine Fahne. Gemeinsam ziehen die Thurnauer Kinder durch die Straßen zum Festplatz am Schützenhaus, vorneweg der Gendarm, so ist es seit vielen Jahren Brauch am Gregoriusfest.
Der ganze Ort ist auf den Beinen, viele Geschäfte haben ihre Türen am Nachmittag zugesperrt. Seit Wochen haben sich die Kinder auf diesen Tag gefreut, an dem sie einmal ganz und ausschließlich im Mittelpunkt stehen.
Mit vollem Einsatz singen sie das Gregorius-Lied "Uns're Schule ist geschlossen". Hanna Weibrecht und Monique Aepfelbach haben die große Ehre, das Gregorius-Gedicht, das einst Rüdiger Kuczius erdacht hat, vorzutragen.
Die Jungen und Mädchen der vierten Klassen zeigen stolz ihren Bogentanz. Die Mütter investieren jedes Jahr viel Zeit in die kunstvoll gebundenen Blumenbögen. Hunderte Blumen werden dafür verarbeitet. Der Bogentanz ist auch in diesem Jahr das Herzstück des Festes.
Doch es ist noch lange nicht alles, was an diesem Tag gezeigt wird. Die Klasse 3a führt einen Piratentanz auf, die ersten Klassen zeigen mit Jungen und Mädchen aus dem Kindergarten den Ententanz. Die Klasse 3b vollführt einen Tanz mit dem Schwungtuch.
Die zweiten Klassen begeistern mit einem mittelalterlichen Tanz. Die Erstklässler sorgen mit einem Frühlingstanz für Stimmung, und auch die Bläserklasse von Heimo Bierwirth zeigt ihr Können.
Auf der Wiese können die Kinder nach dem offiziellen Teil beim Gummistiefelwerfen, Sackhüpfen, Eierlaufen oder Dosenwerfen ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Zu Ende geht das Gregoriusfest am Abend mit einem Lampionumzug zum Marktbrunnen.