Zum Thema "Verschärfung der Corona-Maßnahmen":

Während im Frühjahr der Lockdown eine wichtige Maßnahme war, ist jetzt auch die Besonnenheit der Politiker gefordert, mittlerweile sollten die Infektionswege weitgehend bekannt sein, und die Maßnahmen, die jetzt erlassen werden müssen, sollten die Akzeptanz der Bevölkerung finden.

Was nicht hilft, ist nach Verzicht auf Urlaubsreise, Familienfeier, Disko-, Bar- und Restaurantbesuche, und erheblichen Einschränkungen in der Versammlungsfreiheit (Familien-, Kirchenbesuche usw.) ein Verbot der Böller an Silvester. Die Maßnahme, dass zukünftig sich nur zwei Familien mit maximal fünf Personen treffen dürfen, ist familienfeindlich, da bekanntlich eine "durchschnittliche" Familie aus Mann, Frau und zwei Kindern (gerundet, oder mehr) besteht, das sind dann mindestens acht Personen. Bei einer Großfamilie kommen dann Oma und Opa dazu. Werden die Maßnahmen nicht angenommen und eingehalten, helfen auch keine verschärften Auflagen. Ein wichtiges Mittel, die Akzeptanz der Maßnahmen zu verbreiten, ist Aufklären und nochmals Aufklären. Aktuell hat man eher den Eindruck, dass die Maskengegner eine bessere mediale Verbreitung ihrer Meinung haben als die Aufklärung, warum das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes erforderlich ist, und das ist einfach erklärbar. Die Maske und die AHA-Regeln sind einfach und können von jedem und in allen Altersgruppen und Bildungsschichten eingehalten werden.

Neben dem Showbusiness Sport muss auch das normale Leben trotz Corona weitergehen. Bereits 2020 wurde einiges an Ausbildung für Hilfsdienste wie Feuerwehr und Sanitätsdienste abgesagt, einiges geht online, aber praktische Übungen sind über kurz oder lang unverzichtbar, damit auch im Notfall zukünftig rechtzeitig Hilfe kommt.

Johann Meißner

Rattelsdorf