In der Bamberger Lebenshilfe-Werkstatt in der Ohmstraße wurde in den letzten Wochen wieder Süßholz geraspelt. Nein, es wurde nicht geschmeichelt - sondern i...
In der Bamberger Lebenshilfe-Werkstatt in der Ohmstraße wurde in den letzten Wochen wieder Süßholz geraspelt. Nein, es wurde nicht geschmeichelt - sondern im wahrsten Sinne des Wortes kam das "Bambercher" Süßholz unter's Messer, wie die Initiatoren berichten.
Vier Jahre müssen Süßholzpflanzen wachsen, bevor sie geerntet werden können und die Wurzeln weiterverarbeitet werden. Für die Gärternerei Mussärol wurden die Pflanzen auf den Süßholzfeldern durch die Gartengruppe vorsichtig ausgegraben. Dann wurden die Wurzeln gewaschen und getrocknet. Anschließend konnten die behinderten Mitarbeiter der Gartengruppe ausnahmsweise auch mal im Sitzen arbeiten: Die sperrigen Wurzeln mussten zu handlicheren Stücken auseinandergeschnitten und sortiert werden. Besonders schön gewachsene Stücke werden in kleine Tüten verpackt und u. a. in der Tourist Information verkauft. Der Rest wird in einer Kräutermühle klein geschreddert. Aus diesen Stückchen wird Tee und Gewürz hergestellt.
Insgesamt hat die Gartengruppe der Lebenshilfe in diesem Winter 160 Kilo Süßholz verarbeitet. Süßholz-Tee hilft bei Heiserkeit und Husten und im Übrigen wird Süßholz für Lakritze und als Zutat in vielen weiteren Lebensmitteln verwendet.
red