Besser als nach den Stürmen der Vorwoche und den heftigen Regenfällen in der Nacht zuvor zu erwarten war, präsentierte sich der Forchheimer Kellerwald bei der 15. Auflage des von der LG Forchheim veranstalteten Kellerwald-Crosslaufs. Mit 120 Teilnehmern kamen zu der in diesem Jahr als Bezirksmeisterschaft ausgetragenen Veranstaltung wieder mehr Läufer als 2018, aufgrund von Terminkollisionen war sie aber deutlich von den Rekordmarken früherer Jahre entfernt.

Nässe bereitet Schwierigkeiten

Waren Spikes bei der 14. Auflage aufgrund des Schnees Pflicht, wählten die Läufer dieses Hilfsmittel heuer aufgrund der Nässe. Der Regen hatte die Streckenbedingungen der selbst bei trockenen Verhältnissen nicht leicht zu laufenden Abschnitte zusätzlich verschärft und für echte Crossbedingungen gesorgt. Pünktlich zum Start des Hauptfelds über die Mittelstrecke von 3,4 Kilometern hörte der Regen auf. Bei milden Temperaturen herrschten fast ideale Bedingungen.

Wie im Vorjahr dominierten die Läufer der LG Bamberg das Rennen. Kevin Karrer blieb in 12:01 Minuten sogar mehr als 30 Sekunden unter der Zeit des Vorjahressiegers und diesmaligen Drittplazierten Christopher Nowak (12:24). Das Duo holte später über die Langstrecke genau dieselben Platzierungen. Zusammen mit dem Gesamtsechsten Finn-Lucas Johannsen (13:10) gewannen sie folgerichtig die Mannschaftswertung.

Mit den Bambergern hielt nur Clemens Gundermann von der ausrichtenden LG mit. In 12:16 Minuten schob er sich zwischen die Domstädter und gewann neben dem Vizetitel die Jugendklasse U20. Auch Maxim Jakimenko (U18) vom Forchheimer SSV überzeugte als Gesamtvierter (13:00). Der Titel in der weiblichen Jugend ging mit Eva Dorsch (15:55) ebenfalls nach Bamberg.

Nach ihrem erfolgreichen Auftritt in der Vorwoche bei der deutschen Crossmeisterschaft in Ingolstadt präsentierte sich Manuel Glöckner vom TSV Ebermannstadt in 15:08 Minuten auch in Forchheim in Bestform. Der Siegerin folgten Sabrina Wiercinski vom TSV Sonnefeld (15:11) und Petra Kurpanik (TSV Staffelstein, 15:46). Martina Landgraf (LG Forchheim) gewann die W45 in 16:59.

Dass Crosslauf kein ausschließliches Ding der Jugend ist, bewiesen die beiden ältesten Teilnehmer aus Lichtenfels: Berthold Wolf (77 Jahre) und Alfred Zach (85) bewältigten die Distanz in 21:21 bzw. 30:39 Minuten. Dann schlug zum zweiten Mal die Stunde der LG Bamberg: Die vier kräftezehrenden, steilen und auf knapp acht Kilometer verteilten Anstiege bewältigte Karrer in 29:01 Minuten am schnellsten. Diesmal schob sich Alexander Finsel vom TV Coburg in 29:46 Minuten zwischen den Sieger und Nowak (30:07).

Gute Ergebnisse aus heimischer Sicht erzielten auch Andreas Richter (DJK Hallerndorf, 32:42 min., 6. Platz), Thomas Trzewik (LG Forchheim 33:43, 9.) und Christian Glöckner (TSV Ebermannstadt, 35:13, 10.). Sie verbesserten ihre Leistungen zum Teil im Minutenbereich.

Schnelle Kids aus Mönchröden

Zuvor war der Lauf-Nachwuchs auf den Beinen: Auf der kurzen Runde über 1,1 Kilometer schaffte es die Forchheimerin Marlena Konheiser bei den acht- und neunjährigen Mädchen beim Sieg eines Mönchrödeners auf den zweiten Platz (5:17). Bei den Zehn- und Elfjährigen über dieselbe Distanz war Franz Saffer in 5:17 Minuten schnellster Forchheimer.

2,3 Kilometerstanden für die Zwölf- bis 15-Jährigen auf dem Programm: Auch hier ging der Bezirkstitel mit großem Vorsprung an einen Athleten des TSV Mönchröden (8:44). Auf den Plätzen landeten ein Läufer der Bayreuther Turnerschaft (9:35) und eine Sportlerin der LG Bamberg (9:36).

Alle Ergebnisse gibt es im Internet unter www.lg-forchheim.de.